Mysteriumsabteilung

Hogwarts Bücher

Die Karte des Rumtreibers

Von J.K. Rowling – Ursprünglich veröffentlicht auf Pottermore am 10. August 2015 – Hier geht’s zum Originalartikel

Vielleicht hat kein Schüler (eingeschlossen Harry Potter, Ron Weasly, Hermine Granger oder Tom Riddle) das Schloss und die Außenanlagen von Hogwarts jemals so gründlich – und so unerlaubterweise – erforscht wie die vier Schöpfer und Mitwirkenden an der Karte des Rumtreibers: James Potter, Sirius Black, Remus Lupin und Peter Pettigrew.

James, Sirius und Peter wurden zunächst nicht ausschließlich aus Witzeleien angetrieben das Schulgelände nachts zu erforschen, sondern auch von dem Wunsch ihrem lieben Freund Remus Lupin dabei zu helfen die Last der Lykantrophie zu tragen. Vor der Erfindung des Wolfsbanntrankes war Lupin gezwungen an jedem Vollmond eine qualvolle Verwandlung durchzumachen. Sobald sein Zustand von seinen drei besten Freunden erkannt wurde, suchten sie nach einem Weg, wie seine Verwandlung weniger zurückgezogen und weniger schmerzhaft ausgeführt werden könnte, was sie dazu brachte zu lernen, wie man (unregistrierte) Animagi werden kann, damit sie ihm beistehen konnten ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Die Fähigkeit von Sirius Black, Peter Pettigrew und James Potter jeweils entsprechend ein Hund, eine Ratte und eine Hirsch zu werden, ermöglichte es ihnen das Schlossgelände bei Nacht unbemerkt zu erkunden. Das innere des Schlosses wurde unterdessen im Laufe der Zeit mit dem Tarnumhang von James Potter kartographiert.

Die Karte des Rumtreibers ist ein dauerhaftes Zeugnis für die hochentwickelten magischen Fähigkeiten der vier Freunde, einer davon Harry Potters Vater, einer sein Patenonkel und einer sein Lieblingslehrer. Die Karte, die sie während ihrer Schulzeit in Hogwarts erstellt haben sieht solange wie ein unbeschriebenes Blatt Pergament aus , bis sie mit dem Satz „Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin“ aktiviert wird, einem Satz, der bei drei von den vier Freunden als ein Scherz verstanden werden sollte. Sich wie ein Tunichtgut zu verhalten beinhaltete allerdings niemals den Gebrauch der dunklen Künste, aber einige Verletzungen der Schulregeln; eine gewisse Angeberei lässt sich auch an den Spitznamen, die sie sich selbst in der Karte gegeben haben, erkennen (der hochwohlgeborene Herr Moony, Wurmschwanz, Tatze und Krone).

Die Magie, die für die Erstellung der Karte benutzt wurde ist fortgeschritten und eindrucksvoll; sie beinhaltet auch den Homonculous-Zauber, der den Besitzer der Karte befähigt die Bewegungen aller Personen im Schloss zu verfolgen und sie wurde zusätzlich verzaubert um (so kränkend wie möglich) die Neugierde ihrer Nemesis abzuwehren, Severus Snape.

Obwohl die genauen Umstände wie die Ersteller ihre Karte verloren haben in den Harry Potter Romanen nicht preisgegeben werden lässt es sich leicht vermuten, dass sie sich eventuell überschätzt haben und von Filch in die Ecke getrieben wurden, vielleicht nach einem Hinweis von Snape, dessen Besessenheit es geworden war seinen Erzrivalen, James Potter, bei seinen Missetaten zu überführen. Dieses Meisterstück einer Karte wurde im letzten Jahr von Sirius, James, Remus und Peter konfisziert und keiner von ihnen war in der Lage die Karte von dem gut vorbereiteten und argwöhnischen Filch zurückzustehlen. In jedem Fall änderten sich ihre Prioritäten in den letzten Monaten in der Schule, sie wurden sehr viel ernsthafter und fokussierten sich auf die Welt hinter Hogwarts, wo Lord Voldemort erfolgreich immer mehr Macht erlang. Alle vier Ersteller der Karte wurden schnell aufgenommen in eine Organisation Abtrünniger die von Albus Dumbledore angeführt wurde, den Orden des Phönix, und die Karte ihrer alten Schule – egal wie raffiniert sie war – war für sie nicht länger von Nutzen, außer als ein Stück Nostalgie.

Die Karte des Rumtreibers war jedoch in ständigem Gebrauch der jungen Weasly-Zwillinge. Die Geschichte wie Fred und George in Besitz der Karte gekommen sind wird in Harry Potter und der Gefangene von Askarban erzählt. Es war ein Zeichen der hohen Wertschätzung gegenüber Harry Potter und ihr Glaube daran, dass er Unterstützung brauchen würde auf dem ihm durch das Schicksal vorbestimmten Weg, den zu dem Zeitpunkt noch keiner von ihnen wirklich begreifen konnte, dass sie die Karte später an ihn weitergaben, unwissentlich in die Hände eines der Ersteller der Karte.

Die Karte wurde Harry Potter später von einem verkleideten Todesser in der Schule abgenommen und konfisziert, der erkannte, dass sie die Quelle seiner eigenen Enttarnung werden könnte.

Rowlings Gedanken:

Die Karte des Rumtreibers wurde nachträglich zu so etwas wie einem Fluch für ihren wahren Urheber (mich), denn sie erlaubte Harry ein bisschen zu viel Informationsfreiheit. Ich habe nie gezeigt wie Harry die Karte aus dem verlassenen Büro des (vermeintlichen) Mad-Eye Moody zurückgeholt hat und ich habe es manchmal bereut, dass ich mir diesen Fehler nicht zunutze gemacht habe und sie dort gelassen habe. Wie auch immer, ich mag den Moment, wenn Harry in Die Heiligtümer des Todes Ginnys Punkt, der sich in der Schule herum bewegt, beobachtet, also bin ich alles in allem froh, dass Harry sein rechtmäßiges Eigentum zurückerlangt hat.

Sir Cadogan

Von J.K. Rowling – Ursprünglich veröffentlicht auf Pottermore am 10. August 2015 – Hier geht’s zum Originalartikel

Bevor die Zauberergemeinschft dazu gezwungen wurde sich zu verstecken war es für einen Zauberer nicht ungewöhnlich in einer Muggelgemeinde zu leben und einer Arbeit nachzugehen, die wir heute als Muggelarbeit bezeichnen würden.

Es ist ein verbreiteter Glaube, dass Sir Cadogan einer der berühmten Ritter der Tafelrunde war, obgleich ein eher unbekannterer, und dass er diese Position seiner Freundschaft mit Merlin zu verdanken hatte. Freilich wurde er aus der Muggelversion der Geschichte von König Artus herausgeschnitten, aber die Zaubererversion dieser Erzählungen beinhaltet Sir Cadogan an der Seite von Sir Lancelot, Sir Bedivere und Sir Percival. Diese Erzählungen enthüllen ihn als hitzköpfig und lebhaft und so mutig, dass es schon an Tollkühnheit grenzt, aber im Endeffekt auch als einen guten Mann.

Sir Cadogans berühmtestes Gefecht war mit dem Lindwurm vom Wye-Fluss, einer drachenartigen Kreatur, die das westliche Land terrorisierte. Bei ihrem ersten Gefecht fraß das Biest Sir Cadogans stattliches Ross, zerbrach mit einem Biss seinen Zauberstab und schmolz sein Schwert und sein Visier. Unfähig durch den aufsteigenden Rauch, der von seinem schmelzenden Helm ausging, zu sehen kam Sir Cadogan so gerade mit dem Leben davon. Anstatt jedoch wegzulaufen schwankte er zu einer angrenzenden Weide, schnappte sich ein kleines, fettes Pony das dort graste, sprang auf und galoppierte zurück zu dem Lindwurm mit nichts als seinem zerbrochenen Zauberstab in der Hand, bereit einen tapferen Tod zu sterben. Die Kreatur senkte seinen furchteinflößenden Kopf um Sir Cadogan und das Pony in einem zu verschlucken, aber der zersplitterte und fehlzündende Zauberstab durchbohrte seine Zunge und entzündete die gasartigen Dämpfe die aus seinem Magen aufstiegen und brachte den Lindwurm zum explodieren.

Ältere Hexen und Zauberer gebrauchen immer noch die Redewendung „Ich nehme Cadogans Pony“ um auszudrücken, dass die „das Beste aus einer verzwickten Situation machen“.

Sir Cadogans Portrait, welches im Schloss von Hogwarts in der siebten Etage hängt, zeigt ihn mit dem Pony, das er fortan ritt (und das ihn, vielleicht verständlicherweise, nie so richtig leiden konnte) und stellt sehr anschaulich sein hitziges Temperament, seine Liebe für eine tollkühne Herausforderung und seine Entschlossenheit den Feind – komme was wolle – zu besiegen, dar.

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Halloween auf Hogwarts – Wie Zauberschüler feiern

Halloween ist eines der wenigen magischen Feste, die es auch in die Brauchtümer der Muggels geschafft haben. Auch auf der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei ist Halloween ein wichtiges Fest und immer wieder ein Highlight für die Bewohner der Zauberschule. Gerade von den Jahren ab 1991 (in denen Harry Potter zur Schule gegangen ist) erfahren wir viel über die Festlichkeiten. Was genau geschah, erfahrt ihr hier.

Halloween und der Stein der Weisen

Halloween kommt in Harry Potter und der Stein der Weisen wohl doppelt vor. In den ersten Szenen Buch erfahren wir, wie Onkel Vernon von unvorsichtigen Zauberern dazu beglückwünscht wird, dass Du-weißt-schon-wer endlich besiegt wäre. Kurz darauf wird Baby-Potter in der Nacht vor die Haustür der Dursleys gelegt. Wie wir wissen (siehe unten) wurde Voldemort erstmalig am 31.10.1981 besiegt. Wir können also davon ausgehen, dass diese Geschehnisse an Halloween oder zumindest am darauffolgenden Tag stattfinden.

Halloween 1991 war ein aufregender Tag für alle Hogwarts-Bewohner, doch für Harry im Speziellen. Nachdem Harry gerade erfahren hat, dass McGonagall ihn für einen würdigen Sucher hält, bekommt er am Frühstückstisch seinen Nimbus 2000 zugestellt. Am gleichen Tag lernten die Schüler des ersten Schuljahres mit Wingardium Leviosa ihren ersten offiziellen Zauberspruch.

Am Abend erlebte Harry erstmals, wie die große Halle für das Halloween-Fest geschmückt wird:

Tausend echte Fledermäuse flatterten an den Wänden und an der Decke, und noch einmal tausend fegten in langen schwarzen Wolken über die Tische und ließen die Kerzen in den Kürbissen flackern. Auf einen Schlag, genau wie beim Bankett zum Schuljahresbeginn, waren die goldenen Platten mit dem Festessen gefüllt.

Die große Feier sollte jedoch ein jähes Ende finden und von betrüblichen Ereignissen unterbrochen werden, die sich ankündigten, als Quirrel in die Große Halle gerannt kam und verkündete: “Troll – im Kerker – dachte, Sie sollten es wissen.” Als Harry und Ron daraufhin bewusst wurde, dass Hermine in Gefahr sein könnte, nahmen sie die Verfolgung auf und stellten sich gemeinsam dem Troll. Dadurch sollte sich das Trio gründen, dass wir dann sieben Jahre lang begleiten durften, denn durch diesen Zwischenfall wurde Hermine Teil von Harrys und Rons Freundschaft.

Halloween und die Kammer des Schreckens

Auf das Halloween-Fest 1992 hatte sich vor allem Hagrid gut vorbereitet. Schon Tage vorher präsentierte er Harry “ein Dutzend der größten Kürbisse, die Harry je gesehen hatte.” Auf die Frage, womit er diese riesigen Kürbisse gedüngt habe, wich Hagrid allerdings aus und gab an, ein wenig nachgeholfen zu haben. Als der rosa Schirm des Halbriesen in Harrys Aufmerksamkeit geriet, wurde dies von ihm als Hinweis gedeutet, dass Hagrid (trotz Schulverweises) seinen Zauberstab aufbewahrt hatte und diesen ab und an zum Einsatz brachte.

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In Harrys zweitem Schuljahr feierte außerdem der Fast Kopflose Nick seinen 500. Todestag an Halloween, was darauf schließen lässt, dass Sir Nicholas de Mimsy-Porpington seinen tragischen Tod am 31. Oktober 1492 erlitten hatte. Nick nutzte eine Situation der Dankbarkeit aus, nachdem er Harry half, einer Strafarbeit von Filch zu entgehen, um ihn zu Fragen, ob er, Ron und Hermine am Fest teilnehmen würden. Harry sagte zu. Dieses Versprechen sollte er dann schnell bereuen, als er erfuhr, wie sich die Schule auf Halloween vorbereitete: “…die Große Halle war wie üblich mit lebenden Fledermäusen ausgeschmückt, Hagrids Riesenkürbisse waren zu Laternen ausgeschnitzt worden, in denen drei Schüler auf einmal sitzen konnten, und es liefen Gerüchte um, Dumbledore habe zur Unterhaltung eine Truppe tanzender Skelette gebucht.” 

Auf Nicks Party erwartete die drei Freunde Musik, die klang, als würde jemand mit Fingernägeln über eine Tafel kratzen, hunderte Geister und Tafeln voller verdorbener und Maden durchsetzter Speisen. Außerdem lernte Harry bei dieser Todestagsfeier die Maulende Myrte kennen, die ihm von Hermine als Poltergeist einer der Mädchentoiletten vorgestellt wurde.

Auf dem Rückweg dieser Feier und in der Hoffnung, in der großen Halle noch etwas zu Essen zu bekommen, was Lebendige als genießbar bezeichnen würden, hörte Harry erneut die Stimmen aus der Wand, die er jedoch noch in seinem Kopf verortete. Davon aufgeschreckt rannte Harry durch die Gänge im zweiten Stock, um dort die Nachricht: “DIE KAMMER DES SCHRECKENS WURDE GEÖFFNET. FEINDE DES ERBEN, NEHMT EUCH IN ACHT” und Filchs versteinerte Katze zu entdecken. Die Kammer des Schreckens wurde zum ersten Mal seit Jahrzehnten an diesem Halloween-Tag wieder geöffnet.

Halloween und der Gefangene von Askaban

An Halloween 1993 bekam Harrys Klassenstufe zum ersten Mal die Möglichkeit, das Zaubererdorf Hogsmead zu besuchen. Da Harry niemals die Erlaubnis der Dursleys bekommen hatte, zog er alleine am Halloween-Tag durch die Flure von Hogwarts und traf dabei auf Professor Remus Lupin. Mit ihm führte er ein bedeutungsvolles Gespräch über seine Ängste vor Dementoren.

Hermine und Ron kamen aus Hogsmead zurück und beschenkten Harry mit Süßigkeiten aus dem Honigtopf während sie ihm vom Ausflug berichteten. Daraufhin besuchten sie das Halloween-Fest, nur um auf dem Rückweg auch in diesem Jahr eine schreckliche Entdeckung zu machen. Offenbar war das Gemälde der Fetten Dame, die den Gemeinschaftsraum der Gryffindors bewachte, zerstört worden. Im Moment in dem die Lehrer der Schule diesen Vorfall bewerten wollten, fand sich mit dem Poltergeist Peeves ein Zeuge, der angab, diese Tat sei von Sirius Black verursacht worden. Halloween in Harrys drittem Jahr sollte also zu dem Halloween werden, in dem Black in Hogwarts einbrach.

Halloween und der Feuerkelch

“Morgen Nacht, an Halloween, wird der Kelch die Namen jener drei preisgeben, die nach seinem Urteil die würdigsten Vertreter ihrer Schulen sind.” sagte Dumbledore am Vorabend des Festtages. Wie wir alle wissen wird an Halloween 1994 der Feuerkelch vier Teilnehmer für das Trimagische Turnier bekanntgeben. Unter diesen: Harry Potter.

Der Halloween-Tag wurde von Schülern bestimmt, die ihre Namen in den Kelch warfen, von einem Besuch bei Hagrid, von Hermine, die für B.ELFE.R warb und von der Vorfreude auf das Abendessen. Das Essen selbst gestaltete sich ähnlich wie in den Jahren davor, nur erfuhren wir diesmal von der Leidenschaft Hagrids für Madame Maxime, der Schulleiterin der Beauxbatons. Am Ende des Essens gab der Feuerkelch dann die vier Teilnehmer bekannt.

Halloween und der Orden des Phönix

Untypisch für die bisherigen Harry-Potter-Romane, wird im fünften Roman das Halloween-Fest nicht erwähnt. Jedoch wird in diesem Band die Figur der Dolores Umbridge eingeführt und zu dieser hat J. K. Rowling an Halloween 2014 Gedanken und Hintergrundinformationen zur früheren Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste und kommissarischen Schulleiterin in Dumbledores Abwesenheit veröffentlicht. Wir erfuhren dabei beispielsweise, dass Umbridge unglücklich verheiratete Eltern hatte, ihre Mutter Muggel war und sie direkt nach der Schule im Zaubereiministerium ein Praktikum begann.

Dolores Umbridge © 2001-2011 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.
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Dank ihrer Durchsetzungskraft und Rücksichtslosigkeit bekam sie immer höhere Positionen im Management der Abteilung für magische Strafverfolgung. Auf dem Weg dorthin verleugnete sie immer wieder die Verbindung zu ihrem eigenen Vater der selbst (wenn auch erfolglos) ein Mitarbeiter im Zaubereiministerium war. Dieser Weg führte sie irgendwann zum Sondereinsatz in Hogwarts, von dem wir im fünften Band berichtet bekamen.

Halloween und die Heiligtümer des Todes

In den letzten beiden Bänden der Potter-Reihe lassen sich, aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse keine Informationen zum Halloween-Fest finden. Man kann davon ausgehen, dass es keine dedizierte Feier gab, da der komplette Schulalltag gestört bzw. ausgesetzt war. Doch was wir in Band VII erfahren, ist, was Halloween 1981 passiert ist.

Um seinen prophezeiten Gegenspieler schon in jüngsten Jahren zu beseitigen, sucht Voldemort die Konfrontation zwischen Harry und ihm selbst. Er ermordet erst den unbewaffneten James Potter um sich dann Lily Potter zuzuwenden. Diese stellt sich schützend vor ihren Sohn und muss daher sterben. Der folgende Todesfluch gilt Harry, prallt jedoch an ihm ab und beschert ihm die berühmte Narbe. Dadurch wird unbeabsichtigt eine Art Horkrux gebildet. Die Situation führte dazu, dass Voldemort seinen irdischen Körper verlieren sollte und man ihn für besiegt hielt. Daher gab es noch am selben Tag Befreieungsfeierlichkeiten, von denen sogar die Muggel etwas mitbekamen. Es sollte ein legendärer Tag in zweierlei Hinsicht werden: Zum einen verliert Harry seine Eltern und die komplette Geschichte des Boy Who Lived sollte beginnen, auf der anderen Seite sollte Voldemort nach langer Schreckensherrschaft endlich (wenn auch vorübergehend) besiegt werden. Und hier sind wir wieder im ersten Kapitel von Harry Potter und der Stein der Weisen gelandet – der Kreis schließt sich.

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Ihr seht also, Halloween war ein bedeutungsschwerer Tag im Leben der Hogwartsschüler und aller Magier, der viele Geheimnisse lüftete und einiges verändern sollte. 

Nun wünschen wir euch ein wundervolles Fest der Geister.

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Geister

Der folgende Artikel erschien im Original 2015 auf Pottermore von J.K. Rowling. Um euch die Wizarding World etwas näher zu bringen, haben wir den Artikel für euch übersetzt.

In der Welt von Harry Potter ist ein Geist der transparente, dreidimensionale Abdruck einer verstorbenen Hexe oder eines Zauberers, der in der sterblichen Welt weiter existiert. Muggel können nicht als Geister zurückkehren, und die weisesten Hexen und Zauberer entschieden sich dagegen. Es sind diejenigen mit unerledigten Geschäften, sei es in Form von Angst, Schuld, Bedauern oder offene Bindung an die materielle Welt, die sich weigern, in die nächste Dimension zu gehen.

Nachdem sie sich für das schwache Abbild ihres sterblichen Lebens entschieden haben, sind die Geister in ihrem Erfahrungsspektrum begrenzt. Ihnen bleibt kein körperliches Vergnügen und ihr Wissen und ihre Sichtweise bleiben auf dem Niveau, das sie im Laufe des Lebens erreicht haben, so dass alte Ressentiments (z.B. ein unvollständig abgetrennter Hals) auch nach mehreren Jahrhunderten den Verstorbenen noch immer wurmen können. Aus diesem Grund sind Geister im Allgemeinen eher eine schlechte Gesellschaft. Besonders enttäuschend sind sie bei dem einen Thema, das die meisten Menschen fasziniert: Geister können keine sehr vernünftige Antwort darauf geben, wie es ist zu sterben, weil sie sich stattdessen für eine verringerte Lebensform entschieden haben.

Geister können feste Gegenstände passieren, ohne sich selbst oder das Material zu schädigen, aber sie verursachen Störungen in Wasser, Feuer und Luft. Die Temperatur sinkt in unmittelbare Nähe eines Geistes, ein Effekt, der sich verstärkt, wenn sich viele an einem Ort versammeln. Ihre Anwesenheit lässt außerdem Flammen blau erscheinen. Sollte ein Geist ganz oder teilweise durch ein Lebewesen hindurchgehen, erlebt dieses ein eiskaltes Gefühl, als wäre es in eiskaltes Wasser gestürzt worden.

Hexen und Zauberer sind viel anfälliger für das, was Muggel paranormale Aktivität nennen, und können Geister deutlich sehen (und hören), wo ein Muggel nur das Gefühl haben könnte, dass ein gespenstischer Ort kalt oder „gruselig“ ist. Muggel, die darauf bestehen, Geister glasklar wahrnehmen zu können, sind entweder a) Lügner oder b) Zauberer, die angeben – was eine schamlose Verletzung des Internationalen Geheimhaltungsabkommens darstellt.

Der Hogwartsexpress

Um euch ein wenig Harry Potter Wissen zu bringen, werden wir euch gelegentlich sehr interessante Pottermore Artikel übersetzen oder zusammenfassen. Heute geht es um „Der Hogwartsexpress“ von J.K.Rowling

Wie wir aus frühgeschichtlichen Berichten und Belegen früherer Holzschnitte wissen, kamen die Schüler von Hogwarts auf jede erdenkliche Art und Weise zur Schule, die ihnen gefiel. Einige ritten auf Besen (eine schwierige Aufgabe beim Tragen von Koffern und Haustieren), andere befehligten verzauberte Karren und später Kutschen, einige versuchten zu apparieren (oft mit katastrophalen Folgen, da die Burg und das Gelände immer schon mit Anti-Apparier-Zaubern geschützt waren), andere ritten auf einer Vielzahl von magischen Kreaturen.

Trotz der Unfälle, die mit diesen verschiedenen magischen Transportmitteln einhergingen und der jährlichen Muggelsichtungen einer großen Zahl von Zauberern in der Luft, die nach Norden reisten, war es weiterhin die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder zur Schule zu bringen. Bis zur Verhängung des internationalen Geheimhaltungsabkommens von 1692. Von da an wurde es dringend nötig diskretere Methoden zu finden, um hunderte von Zaubererkindern aus ganz Großbritannien zu ihrer Schule in den schottischen Highlands zu bringen.

Zuerst wurden an Sammelstellen überall in England Portschlüssel verteilt. Die Logistik verursachte von Anfang an Probleme. Fast ein Drittel der Schüler kam in diesem Schuljahr nicht in Hogwarts an, weil sie ihr Zeitfenster verpasst hatten oder weil sie den unauffälligen verzauberten Gegenstand, der sie zur Schule bringen sollte, nicht finden konnten. Außerdem wurden unglücklicherweise einige Kinder Portschlüssel-krank  und der Krankenflügel war in den ersten Tagen eines Schuljahrs völlig überfüllt von Schülern, die ihre Hysterie und Übelkeit überwanden.

Das Zaubereiministerium räumte zwar ein, dass Portschlüssel keine ideale Lösung für das Problem der Anreise darstellten, fand aber keine akzeptable Alternative. Eine Rückkehr zum unregulierten Reisen der Vergangenheit war unmöglich und dazu kam, dass eine Reihe aufeinanderfolgender Schulleiter die Sicherheit des Schlosses nicht gefährden wollten (zum Beispiel durch die Anbindung eines Kamins ans Flohpulvernetzwerk).

Einige gewagte und kontroverse Lösungen für das Problem wurden schließlich vom Zaubereiminister Ottaline Gambol gemacht, der von Muggelerfindungen fasziniert war und das Potenzial von Zügen erkannte. Wo genau der Hogwartsexpress herkam, wurde nie eindeutig bewiesen, obwohl es im Zaubereiministerium geheime Aufzeichnungen über eine Massenoperation mit 167 Gedächtniszaubern und dem größten jemals durchgeführten Verdeckungszauber, gibt. Am Morgen nach dieser mutmaßlichen Entführung verblüfften eine scharlachrote Dampflock und Kutschen die Dorfbewohner von Hogsmeade (die auch nicht bemerkt hatten, dass sie einen Bahnhof hatten), währens einige verwirrte Muggel-Schaffner in Crewe den Rest des Jahres mit dem Gefühl verbrachten etwas sehr wichtiges verlegt zu haben.

Der Hogwartsexpress wurde mehreren magischen Modifikatoren unterzogen, bevor das Ministerium ihn für den Schulgebrauch genehmigte. Viele Familien mit reinem Blut waren empört über die Idee, dass ihre Kinder ein Muggel-Transportmittel nutzen sollte, von denen sie behaupteten, sie seien unsicher, unhygienisch und erniedrigend. Das das Ministerium jedoch verfügte, dass die Schüler entweder mit dem Zug fuhren oder nicht zur Schule gingen, wurden die Einwände schnell zum Schweigen gebracht.

Der Sprechende Hut

Um euch ein wenig Harry Potter Wissen zu bringen, werden wir euch gelegentlich sehr interessante Pottermore Artikel übersetzen oder zusammenfassen. Heute geht es um „Der Sprechende Hut“ von J.K. Rowling

Der berühmte Sprechende Hut singt in einer Reihe von Liedern, die zu Beginn eines jeden Schuljahres gesungen werden von seiner eigenen Entstehung. Die Legende besagt, dass der Hut einst einem der vier Gründer, Godric Gryffindor, gehörte und von allen vier Gründern gemeinsam verzaubert wurde, um sicherzustellen, dass die Schüler, anhand der Vorlieben der jeweiligen Gründer, in ihre gleichnamigen Häuser eingeteilt wurden. Der sprechende Hut ist eines der intelligentesten verzauberten Objekte, denen die meisten Hexen und Zauberer je begegnet sind. Er enthält buchstäblich die Intelligenz der vier Gründer, kann sprechen (durch einen Riss in der Nähe des Randes) und verfügt über die Fähigkeit der Legilimentik, die es ihm ermöglicht, in den Kopf des Trägers zu schauen und seine Fähigkeiten oder seine Stimmung zu erraten. Er kann sogar auf die Gedanken des Trägers eingehen.

Der Sprechende Hut ist dafür bekannt, dass er nicht zugibt auch Fehler bei der Einsortierung eines Schülers zu machen. Selbst wenn sich ein Slytherins altruistisch oder selbstlos verhält, ein Ravenclaw durch alle Prüfungen fällt, ein Hufflepuff sich als faul herausstellt und dennoch akademisch begabt ist und ein Gryffindor feige ist, beharrt der Hut unerschütterlich auf seiner ursprünglichen Entscheidung. Alles in allem hat der Hut jedoch in den vielen Jahrhunderten, in denen er arbeitete, bemerkenswert wenige Fehleinschätzungen gemacht.

Rowlings Gedanken

Der sprechende Hut kam in meinen früheren Plänen für Hogwarts noch nicht vor. Ich dachte über unterschiedliche Methoden zur Einteilung der Schüler nach (weil ich schon von Anfang an wusste, dass es vier Häuser mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften geben würde).

Meine erste Idee war eine ausgefeilte Heath Robinson – Maschine, die alle möglichen magischen Dinge macht, bevor sie zu einer Entscheidung kam. Aber die Idee gefiel mir nicht: Es fühlte sich gleichzeitig zu kompliziert und zu einfach an. Als nächstes stellte ich vier Statuen der Gründer in die Eingangshalle, die lebendig wurden und Schüler aus der Menge vor sich auswählten, während die Schule zusah. Das gefiel mir schon besser, war aber immer noch nicht das richtige. Schließlich schrieb ich eine Liste von Möglichkeiten, wie Menschen ausgewählt werden können: Ene Meine Muh, Streichhölzer ziehen, Wahlen durch Mannschaftskapitäne, Namen aus einem Hut ziehen – Namen aus einem sprechenden Hut – Aufsetzen eines Hutes – Der Sprechende Hut.

Die Familie Potter

Um euch ein wenig Harry Potter Wissen zu bringen, werden wir euch gelegentlich sehr interessante Pottermore-Artikel übersetzen oder zusammenfassen. Heute geht es um „Die Familie Potter „von J.K. Rowling.

 

Die Potterfamilie ist eine sehr alte Zaubererfamilie, befand sich aber nie (bis zur Geburt von Harry James Potter) im Mittelpunkt der Zauberergeschichte. Sie begnügte sich mit einer soliden und angenehmen Existenz im Hintergrund.

Nicht auf der reinen Liste

Potter ist kein ungewöhnlicher Muggelname und die Familie hat es aus diesem Grund nicht in die sogenannten „Heiligen 28“ geschafft. Der unbekannte Ersteller dieser vermeintlichen eindeutigen Liste von Reinblütern mutmaßte, dass sie aus einer „unreinen“ Blutlinie stammte. In den „Heiligtümern des Todes“ wird allerdings angedeutet, dass die Zauberer-Potter-Familie sehr wohl auch in den Anfängen schon bekannte und angesehene Mitglieder hatte.

Der Namensgeber

Der Nachdame „Potter“ geht in der Muggelwelt, wie viele unserer Familiennamen, auf einen Berufsstand zurück. In diesem Fall auf einen „Töpfer“ bzw. den Verkäufer von Töpferware [engl. Pottery]. Bei den Potters der Zaubererwelt begründet eine ausgefallenen Persönlichkeit den Namen: Linfred of Stinchcombe lebte im zwölften Jahrhundert. Er war ein stadtbekannter und sehr beliebter Mann, der aufgrund seiner exzentrischen Art den Spitznamen „the Potterer“ [zu deutsch etwa „der Herumtrödler“] innehatte, der mit der Zeit zu „Potter“ verkürzt wurde.

Linfred mit dem grünen Daumen

Linfred war ein zerstreuter und diffuser Zeitgenosse. Seine Nachbarn sucht ihn jedoch oft auf, um seine unkonventionellen medizinischen Dienste in Anspruch zu nehmen. Niemand entdeckte, dass Linfreds wunderhafte Heilung für die Pocken [engl. „Pox“ könnte auch Syphilis sein] und Fieberschübe magischer Natur waren: Alle hielten ihn für einen harmlosen und liebenswürdigen alten Kerl, der in seinem Garten mit seinen Pflanzen hantierte.

Heilmittel aus der Versuchsküche

Sein Ruf als gutmütiger Exzentriker kam Linfred zugute, denn hinter verschlossenen Türen konnte er ungestört seine Experimente fortführen, die den Grundstein für den Reichtum der Potter-Familie bildeten. Historiker schreiben Linfred die Erfindung einer Vielzahl von Heilmitteln zu, einige seiner Tränken werden heute noch von Heilern genutzt. Dazu gehören beispielsweise der Skele-Wachs-Trank und der Aufpäppel-Trank.
Der Verkauf von solchen Heilmitteln an andere Hexen und Zauberer ermöglichten es ihm, jedem seiner sieben Kinder einen beachtlichen Berg Gold zu hinterlassen.

Das Geheimnis der Potters

Linfreds ältester Sohn Hardwin heiratete eine wunderschöne junge Hexe mit Namen Iolanthe Peverell, welche aus dem Dorf Godrics Hollow stammte. Sie war die Enkelin von Ignotus Peverell, der ihr einen Tarnumhang vererbte, da es keine männlichen Nachkommen gab. Iolanthe erklärte ihrem Ehemann Hardwin die Tradition ihrer Familie, den Umhang an den ältesten, im besten Fall männlichen, Nachkommen weiterzugeben. Gleichzeitig solle die Existenz des Umhangs geheim bleiben. Von nun an wurde er in der Potter-Familie von Generation zu Generation weitergereicht.

Geistreich und aufrichtig

Die Potters heirateten weiterhin ihre Nachbarn, gelegentlich Muggel, und lebten im Westen Englands für mehrere Generationen. Der Einfallsreichtum des Begründers Linfred blieb ein Charaktermerkmal der Potters, aus denen es ihnen immer wieder gelang, Kapital zu schlagen und ihre Schatzkammern mit Gold zu füllen.

Gelegentlich verschlug es einen Potter nach London und zwei Familienmitglieder saßen im Zaubergamot: Ralston Potter, der Mitglied zwischen 1612 und 1652 und ein großer Unterstützer des Geheimhaltungsabkommens war (entgegen dem Wunsch einiger militanter Mitglieder, den Muggeln den Krieg zu erklären) und Henry Potter (Harry für seine Vertrauten), der ein direkter Nachfahre von Hardwin und Iolanthe war und dem Zaubergamot zwischen 1913 und 1921 angehörte. Henry sorgte für Aufsehen, als er öffentlich den Zaubereiminister Archer Evermonde kritisierte, der eine Einmischung der magischen Gemeinschaft in den ersten Weltkrieg der Muggel verbot. Seine Aufgeschlossenheit gegenüber der Muggel-Gemeinschaft war ein wichtiger Faktor, weshalb die Familie nicht in den „Heiligen 28“ auftauchte.

Fleamont, der Haarbändiger

Henrys Sohn hatte den Namen Fleamont Potter. Fleamont bekam diesen Namen, weil es der letzte Wunsch von Henrys Mutter war, dass ihr Mädchenname aufrechterhalten und vom Aussterben bewahrt werden solle. Trotz oder gerade wegen des ungelenken Namens konnte er sich im Leben beweisen: In der Tat schrieb man seine Geschicklichkeit und seine Verteidigungsfertigkeiten den vielen Duellen zu, die er in Hogwarts bestreiten musste, nachdem jemand sich über seinen Namen lustig gemacht hatte.
Es war Fleamont, der das Familiengold nahm und es vervierfachte, indem er eine Innovation auf dem magischen Kosmetikmarkt etablierte: Er erfand das magische „Seidenglatts Haargel“ [im Original „Sleekeazy’s Hair Potion“]. Der Werbeslogan: „Zwei Tropfen zähmen sogar die lästigste Frisur“.

Spätes Glück

Er verkaufte die Firma für einen satten Gewinn, als er sich zur Ruhe setzte, doch kein Geld der Welt konnte ihn oder seine Frau Euphemia von ihrer Kinderlosigkeit ablenken. Sie hatten schon die Hoffnung auf einen Sohn oder eine Tochter aufgegeben, als Euphemia zu ihrer Überraschung herausfand, dass sie schwanger war. Sie bekamen einen Jungen, den sie James nannten.

Das Erbstück bleibt geheim

Fleamont und Euphemia lebten lange genug, um zu sehen, wie James die muggelstämmige Lily Evans heiratete, konnten jedoch nicht ihren Enkelsohn Harry kennen lernen. Drachenpocken rafften sie, aufgrund ihres hohen Alters, innerhalb von Tagen dahin. Der Tarnumhang von Ignotus Peverell fiel damit ihn den Besitz von James Potter.

Die Geschichte der Magie in Nordamerika: Das magische Amerika der 1920er

Um euch ein wenig Harry Potter Wissen zu bringen, werden wir euch gelegentlich sehr interessante Pottermore Artikel übersetzen oder zusammenfassen. Heute geht es um „Das magische Amerika der 1920er“ von J.K. Rowling.

Die Geschichte der Magie in Nordamerika unterteilt sich in folgende Artikel:
Vierzehntes bis Sechzehntes Jahrhundert
Siebzehntes Jahrhundert und darüber hinaus
Rappaports Gesetz
Das magische Amerika der 1920er

Die Zauberer Amerikas spielten ihren Teil im großen Krieg von 1914-1918, auch wenn die überwiegende Mehrheit ihrer No-Maj Landsleute unwissend gegenüber ihrer Beteiligung waren. Da es magische Lager auf beiden Seiten gab, waren ihre Bemühungen nicht entscheidend, aber sie gewannen viele Siege, um den weiteren Verlust von Leben zu verhindern und sie besiegten ihre magischen Gegner.

Dieses gemeinsame Unterfangen führte nicht dazu, dass die Haltung des MACUSA sich bezüglich der No-Maj/Zauberer Verbrüderung lockerte und Rappaports Gesetz blieb intakt. In den 1920er Jahren hat sich die US Zauberer-Gemeinschaft daran gewöhnt unter einem größeren Geheimhaltungsgrad zu leben, als ihre europäischen Verwandten und daran Lebenspartner strikt aus den eigenen Reihen zu wählen.

Die Erinnerung an Dorcus Twelvetreets katastrophale Missachtung des Geheimhaltungsabkommens hielt Einzug in die magische Sprache, wodurch aus „eine Dorcus sein“ Slang für einen Idioten oder eine unfähige Person wurde. Der MACUSA erlegte weiterhin Jenen verschiedene Strafen auf, die das Geheimhaltungsabkommen missachteten. Der MACUSA war außerdem wesentlich intoleranter gegenüber magischen Erscheinungen wie Geistern, Poltergeistern und fantastischen Kreaturen, als es in Europa der Fall war, da diese Tierwesen und Geister ein Risiko darstellten, die No-Majs auf die Existenz von Magie hinzuweisen.

Nach der großen Sasquatch Rebellion von 1892 (für mehr Details, zieht Ortiz O´Flahertys hochgefeiertes Buch „Big Foots letztes Gefecht“ zurate), zog das MACUSA Hauptquartier das fünfte Mal in der Geschichte um – von Washington nach New York, wo es über die 1920er blieb. Präsidentin des MACUSA durch dieses Jahrzehnt war Madam Seraphina Picquery, eine berühmte und begabte Hexe aus Savannah.

Zur Zeit der 1920er konnte die Ilvermorny Schule für Hexerei und Zauberei mehr als 2 Jahrhunderte erblühen und wurde weitgehend als eine der größten magischen Bildungseinrichtungen der Welt angesehen. Aufgrund ihrer gemeinschaftlichen Ausbildung, sind alle Hexen und Zauberer sachkundig im Umgang mit dem Zauberstab.

Dank eines Gesetzes, das Ende des Neunzehnten Jahrhunderts eingeführt wurde, ist jedes Mitglied der magischen Gemeinschaft von Amerika dazu verpflichtet eine „Zauberstab-Erlaubnis“ mitzuführen – eine Maßnahme, die alle magischen Aktivitäten überwachen und die Täter durch ihre Zauberstäbe identifizieren sollte. Anders als in Großbritannien, wo Ollivanders als ungeschlagen galt, wurde der Kontinent Nordamerika von 4 großen Zauberstabherstellern beliefert.

Shikoba Wolfe, ein Nachfahre des Choctaw Stammes, war besonders berühmt für seine kompliziert geschnitzten Stäbe mit Donnervogel-Schwanzfedern (der Donnervogel ist ein magischer amerikanischer Vogel, der eng mit dem Phoenix verwandt ist). Wolfes Zauberstäbe galten generell als extrem mächtig, aber auch als sehr schwer zu meistern. Sie wurden besonders von Verwandlungs-Zauberern geschätzt.

Johannes Jonker, ein muggelgeborener Zauberer, dessen No-Maj Vater ein fähiger Schrankhersteller war, machte aus sich selbst einen fähigen Zauberstabhersteller. Seine Zauberstäbe waren hoch gefragt und wurden sofort wiedererkannt, da sie für gewöhnlich in Perlmutt eingelegt wurden. Nachdem er mit vielen verschiedenen Kernen herumexperimentierte, war Jonkers bevorzugtes magisches Material das Haar der Wampus-Katze.

Thiago Quintana erregte ordentliches Aufsehen in der magischen Welt, als seine schnittigen und für gewöhnlich langen Zauberstäbe auf den Markt kamen – jeder umschloss einen einzelnen, durchsichtigen Stachel vom Rücken des „White River Monsters“ von Arkansas und rief Sprüche voll Kraft und Eleganz herbei. Die Angst einer „Überfischung“ der Monster wurde gemildert, als bewiesen wurde, dass nur Quintana allein vom Geheimnis wusste, wie man sie hervorlocken konnte. Ein Geheimnis, das er bis zu seinem Tod sorgfältig hütete. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Zauberstab-Produktion von White River Monster Stäben eingestellt.

Violetta Beauvais, die berühmte Zauberstabmacherin aus New Orleans, weigerte sich für viele Jahre den geheimen Kern ihrer Zauberstäbe preiszugeben, welche immer aus Sumpf-Maja-Holz gemacht wurden. Letztlich wurde entdeckt, dass sie Haare eines Rougarou enthielten – dem gefährlichen hundeköpfigen Monster, das sich in den Sümpfen von Louisiana herumtrieb.
Es wurde oft über Beauvais Zauberstäbe gesagt, dass sie sich zu dunkler Magie so verhielten, wie Vampire zu Blut. Dennoch zog ein amerikanischer Zauberheld der 1920er in die Schlacht, nur mit einem Beauvais Zauberstab bewaffnet und von Präsidentin Picquery weiß man ebenfalls, dass sie einen besaß.

Ungleich der No-Maj Gemeinschaft der 1920er, erlaubte es der MACUSA Hexen und Zauberern Alkohol zu trinken. Viele Kritiker deuteten darauf hin, dass Hexen und Zauberer dadurch nur auffälliger in einer Stadt voll nüchterner No-Majs wirkten. Jedoch hörte man in einem ihrer wenigen unbeschwerten Momente Präsidentin Picquery sagen, dass ein Zauberer in Amerika zu sein schon schwer genug sei. „Das Gigglewasser,“ wie sie bekanntlich ihrem Stabschef sagte „ist nicht verhandelbar.“

Die Geschichte der Magie in Nordamerika: Rappaports Gesetz

Um euch ein wenig Harry Potter Wissen zu bringen, werden wir euch gelegentlich sehr interessante Pottermore Artikel übersetzen oder zusammenfassen. Heute geht es um den Artikel „Rappaports Gesetz“ von J.K. Rowling.

Die Geschichte der Magie in Nordamerika unterteilt sich in folgende Artikel:
Vierzehntes bis Sechzehntes Jahrhundert
Siebzehntes Jahrhundert und darüber hinaus
Rappaports Gesetz
Das magische Amerika der 1920er

1790 setzte die fünfzehnte Präsidentin des MACUSA, Emily Rappaport, ein Gesetz um, um die totale Teilung der Zauberer- und No-Maj Gemeinschaften zu erzielen. Daraus entstand einer der größten Verstöße des Internationalen Geheimhaltungsabkommens, was zu einer demütigenden Rüge des MACUSA durch die internationale Zauberervereinigung führte. Die Sache war besonders ernst, da der Verstoß vom inneren des MACUSA selbst kam.

Mit wenigen Worten: Bei der Katastrophe ging es um die Tochter von Präsidentin Rappaports zuverlässigen Hüter der Schätze und Dragoten (der Dragot ist die amerikanische Zaubererwährung und der Hüter der Dragoten, wie der Titel impliziert, ist quasi das Gegenstück des Finanzministers).
Aristotle Twelvetrees war ein kompetenter Mann, doch seine Tochter Dorcus war so dämlich, wie sie schön schön war.
Sie war eine schlechte Schülerin in Ilvermorny und zu der Zeit, als ihr Vater in ein höheres Amt aufstieg, lebte sie Zuhause, nutzte sehr selten Magie und konzentrierte sich ausschließlich auf ihre Kleidung, ihre Frisur und Parties.

Eines Tages bei einem örtlichen Picknick, verguckte sich Dorcus Twelvetrees außerordentlich in einen hübschen No-Maj namens Bartholomew Barebone. Dorcus wusste nicht, dass Bartholomew ein Scourer-Nachkomme war. Niemand in seiner Familie war magisch, aber sein Glaube an die Magie war tiefgreifend und unerschütterlich, genau wie seine Überzeugung, dass alle Hexen und Zauberer böse waren.

Auch wenn die Gefahr komplett offensichtlich war, nahm Dorcus Bartholomews höfliches Interesse an ihren „Kleinen Tricks“ für bare Münze. Durch die unschuldigen Fragen ihres Liebhabers, gab sie die geheimen Adressen der MACUSA und Ilvermorny Preis, gemeinsam mit Informationen über die internationale Zauberervereinigung und all die Arten, wie diese Behörden versuchen die Zauberergemeinschaft zu schützen und zu verschleiern.

Nachdem er soviele Informationen von Dorcus gesammelt hatte, wie möglich, stahl Bartholomew ihren Zauberstab, den sie ihm so bereitwillig demonstrierte, zeigte ihm so vielen Presseleuten wie er nur finden konnte und scherte dann seine bewaffneten Freunde um sich und zog dann aus, um alle Hexen und Zauberer in der Nähe zu verfolgen und im Idealfall zu töten. Bartholomew druckte darüber hinaus Flugblätter mit Adressen, wo Hexen und Zauberer sich versammeln und schickte Briefe an prominente No-Majs, von denen einige die Notwendigkeit spürten, zu untersuchen ob dort tatsächlich „böse okkulte Parties“ an den beschriebenen Orten stattfanden.

Aufgestachelt von der Mission die Hexerei in Amerika aufzudecken, überspannte Bartholomew Barebone den Bogen, als er auf etwas schoss, das er für eine Gruppe MACUSA Zauberer hielt – es stellte sich jedoch heraus, dass es No-Majs waren, die das Unglück hatten ein verdächtiges Gebäude zu verlassen, das er gerade beobachtete. Zum Glück wurde niemand getötet und Bartholomew wurde verhaftet und für das Verbrechen eingesperrt ohne, dass der MACUSA eingreifen musste. Das war eine große Erleichterung für den MACUSA, der mit dem Nachbeben von Dorcus Indiskretion kämpfen musste.

Bartholomew hatte seine Flugblätter weit verbreitet und einige Zeitungen nahmen ihn ernst genug, um die Fotos von Dorcus Zauberstab abzubilden und hinzuzufügen, dass es „den Tritt eines Esels“ hätte, wenn man ihn schwingt. Das Augenmerk auf das MACUSA gebäude war so groß, dass sie gezwungen waren die Räumlichkeiten zu wechseln. Als Präsidentin Rappaport gezwungen war der internationalen Zauberervereingigung bei einer öffentlichen Ermittlung Rede und Antwort zu stehen, konnte sie nicht mit Sicherheit sagen, dass wirklich jede Person, die in Dorcus Informationen eingeweiht war, auch obliviert wurde. Das Leck war so ernst, dass noch viele Jahre danach Nachwirkungen zu spüren waren.

Auch wenn viele in der magischen Gemeinschaft sie eingesperrt oder hingerichtet sehen wollten, verbrachte Dorcus nur ein Jahr im Gefängnis. Vollkommen geächtet und komplett verstört, wurde sie in eine sich veränderte Zauberergemeinschaft entlassen und beendete ihre Tage in Einsamkeit mit einem Spiegel und ihrem Papagei als liebste Wegbegleiter.

Dorcus Indiskretionen führten zur Einführung des Rappaport Gesetzes, welches eine strikte Trennung zwischen den No-Maj- und Zauberergemeinschaften erzwang. Zauberer durften sich nicht mehr mit No-Majs anfreunden oder sie heiraten. Strafen für das Verbrüdern mit No-Majs waren streng. Kommunikation mit No-Majes wurde auf auf das nötigste beschränkt, um den Tagesablauf zu gewährleisten.

Rappaports Gesetz etablierte den großen kulturellen Unterschied zwischen der amerikanischen Zauberergesellschaft und der in Europa. In der alten Welt gab es immer eine gewisse verdeckte Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den No-Maj Regierungen und ihren magischen Gegenstücken. In Amerika agierte der MACUSA komplett unabhängig von der No-Maj Regierung.
In Europa heirateten Hexen und Zauberer No-Majs und freundeten sich mit ihnen an; in Amerika wurden No-Majs zunehmend als der Feind dargestellt.
Kurz gesagt: Rappaports Gesetz trieb die amerikanische Zauberergesellschaft, die ohnehin schon mit außergewöhnlich suspekten No-Maj-Bürgern zu tun hatten, noch weiter in den Untergrund.

Die Geschichte der Magie in Nordamerika: Siebzehntes Jahrhundert und darüber hinaus

Um euch ein wenig Harry Potter Wissen zu bringen, werden wir euch gelegentlich sehr interessante Pottermore Artikel übersetzen oder zusammenfassen. Heute geht es um den Artikel „Siebzehntes Jahrhundert und darüber hinaus“ aus „Geschichte der Magie in Nordamerika“ von J.K. Rowling.

Die Geschichte der Magie in Nordamerika unterteilt sich in folgende Artikel:
Vierzehntes bis Sechzehntes Jahrhundert
Siebzehntes Jahrhundert und darüber hinaus
Rappaports Gesetz
Das magische Amerika der 1920er

Als die No-Maj Europäer damit begannen, sich in der neuen Welt niederzulassen, zogen auch mehr Hexen und Zauberer aus Europa nach Amerika.
Wie ihre No-Maj Gegenstücke, hatten auch sie verschiedene Gründe ihre Länder zu verlassen.
Einige wurden angetrieben vom Abenteuer, aber die meisten rannten vor etwas davon: manchmal vor der Verfolgung durch No-Majs, manchmal vor einem anderen Zauberer oder einer Hexe, aber manchmal auch vor den Zauberer-Behörden. Die Letzteren versuchten in der immer größer werdenden Masse der No-Maj unterzutauchen oder sich bei der Ureinwohner-Zaubergemeinschaft zu verstecken, welche sich allgemein sehr gastfreundlich und beschützend ihren europäischen Brüdern gegenüber verhielten.

Direkt zu Beginn war klar, dass die neue Welt eine rauere Umgebung für Hexen und Zauberer war, als die alte Welt.
Dafür gab es 3 Hauptgründe.

Erstens, wie ihre No-Maj Gegenstücke, kamen sie in dieses Land mit wenig Annehmlichkeiten, außer denen, die sie sich selbst schufen. In der Heimat hätten sie nur die örtliche Apotheke aufsuchen müssen, um das Nötigste für ihre Tränke zu bekommen – hier mussten sie sich an fremden magischen Pflanzen bedienen. Es gab keinen etablierten Zauberstabmacher und Ilvermorny, die Schule für Hexerei und Zauberei, welche eines Tages zu den größten magischen Einrichtungen der Welt gehören sollte, war zu der Zeit nichts anderes, als eine klapprige Hütte mit 2 Schülern und 2 Lehrern.

Zweitens, die Handlungen ihrer No-Maj „Kumpels“ ließen die nicht-magische Bevölkerung der meisten Heimatländer der Zauberer liebenswert wirken. Es hatte sich nicht nur ein Konflikt zwischen den Immigranten und den Ureinwohnern entwickelt, was der Einheit der magischen Gesellschaft einen Schlag versetzte, sondern ihre religiösen Ansichten machten sie zutiefst intolerant gegenüber jeder Spur von Magie. Die Puritaner beschuldigten sich mit Freuden bei dem kleinsten Hinweis gegenseitig okkulter Aktivitäten und die Hexen und Zauberer der neuen Welt waren zurecht extrem misstrauisch.

Das letzte und vermutlich gefährlichste Problem, dem sich die frisch in Nordamerika angekommenen Zauberer stellen mussten, waren die Scourers [uns fällt im Moment keine passende Übersetzung ein, to scour kann reinigen, umherstreifen, scheuern der Durchfall haben bedeuten]. Da die magische Gemeinschaft in Amerika klein, zerschlagen und sehr verschlossen war, gab es noch keine Gesetzesvollstreckung.
Das führte zu einem Vakuum, das durch eine skrupellose Gruppe von Zauberer-Söldnern verschiedener Nationalitäten gefüllt wurde, welche eine gefürchtete und brutale Eingreiftruppe formte, um nicht nur Kriminelle zu jagen, sondern auch die, die einen gewissen Goldbetrag wert waren. Mit der Zeit wurden die Scourers immer korrupter. Weit weg von der Gerichtsbarkeit ihrer heimischen magischen Regierungen, gaben viele ihnen und ihrer grausamen ungerechtfertigten Mission nach. Die Anzahl der Scourers vervielfachte sich in ganz Amerika im späten siebzehnten Jahrhundert und es gibt Beweise dafür, dass sie unschuldige No-Majs als Zauberer bezeichneten, um Reichtümer von den leichtgläubigen nichtmagischen Mitgliedern der Gesellschaft zu ergaunern.

Die berühmten Hexenprozesse von Salem von 1692-1693 waren eine Tragödie für die magische Gemeinschaft. Magische Historiker stimmen darüber ein, dass sich unter den sogenannten Puritaner-Richtern mindestens 2 bekannte Scourers befanden, die mit Feindschaften abrechneten, die sich in Amerika entwickelt hatten.
Eine Vielzahl der Toten waren in der Tat Hexen, auch wenn sie gänzlich der ihnen vorgeworfenen Straftaten unschuldig waren. Andere waren lediglich No-Majs, die das Unglück hatten der allgemeinen Hysterie und Blutlust zum Opfer zu fallen.

Salem war für die magische Gemeinschaft für Gründe weit über den tragischen Verlust der Leben maßgeblich. Als unmittelbare Reaktion flohen viele Hexen und Zauberer aus Amerika und viele weitere entschieden sich dagegen, sich dort niederzulassen. Das führte zu unteressanten Variationen in der magischen Bevölkerung von Nordamerika, im Vergleich zu Europa, Asien und Afrika. Bis zu den frühen Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts, gab es dort weniger Hexen und Zauberer, als in den anderen 4 Kontinenten.
Reinblüter-Familien, die durch die magischen Zeitungen sehr gut über die Aktivitäten der Puritaner und Scourers informiert waren, brachen nur selten nach Amerika auf.
Das bedeutet, dass ein weitaus höherer Prozentsatz an No-Maj-Gebiorenen Hexen und Zauberern in der neuen Welt zu finden ist, als irgendwo sonst. Auch wenn diese Hexen und Zauberer oft jemand heirateten und ihre eigenen magischen Familien gründeten, hat die Reinblüter-Ideologie, die sich durch einen Großteil der europäischen magischen Geschichte zieht, in Amerika wenig Anklang gefunden.

Der vermutlich bedeutsamste Effekt von Salem war die Schaffung des Magischen Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika in 1693, welcher der No-Maj Version um ca. ein Jahrhundert zuvorkam. Allen amerikanischen Hexen und Zauberern durch die Abkürzung MACUSA (ausgesprochen: Mah-kuhs-ah) bekannt, war es das erste Mal, dass die Nordamerikanische Zauberergemeinschaft zusammenkam, um Gesetze für sich selbst zu schaffen und erfolgreich eine magische Welt innerhalb der No-Maj Welt zu schaffen, wie sie bereits in vielen anderen Ländern existierte.
Die erste Aufgabe des MACUSA war ein Prozess für die Scourers, die ihre eigenen Artgenossen verrieten. Die, die für Mord, Zauber-Schwarzhandel, Folter und allen anderen Arten der Grausamkeit für schuldig gesprochen wurden, wurden für ihre Verbrechen hingerichtet.

Einige der berüchtigsten Scourers entgingen der Justiz. Mit internationalen Haftbefehlen verschwanden sie dauerhaft in der No-Maj Gesellschaft. Einige von ihnen heirateten No-Majs und gründeten Familien, in denen magische Kinder nicht so gerne gesehen werden, wie nicht-magische Nachkommen, um die Tarnung des Scourers aufrechtzuerhalten. Die rachsüchtigen Scourers, von ihren Leuten vertrieben, gaben an ihre Nachkommen die felsenfeste Überzeugung weiter, dass Magie real sei und den Glauben, dass Hexen und Zauberer ausgerottet werden müssen, wo auch immer man sie findet.

Der amerikanische magische Historiker Theophilius Abbot hat einige dieser Familien mit einem tiefen Glauben an die Magie und einem ebenso großen Hass daran identifiziert.
Es kann zum Teil an den anti-magie Überzeugungen und Aktivitäten der Nachkommen der Scourer Familien liegen, dass die Nordamerikanischen No-Majs schwieriger zu täuschen sind, was Magie angeht, als die der anderen Bevölkerungen.
Das hatte weitreichende Auswirkungen darauf, wie die amerikanische Zaubergemeinschaft „beherrscht“ wird.