Mysteriumsabteilung

Filius

Vor seiner Karriere als Au(t/r)or von Mysteriumsabteilung.com war Filius Nerd- und Outdoor-Blogger mit eigenem Blog und Teil des Foodbloggerteams Fräulein Anna und der Kuchenbäcker.

Harry Potter – A Natural History – Neue Ausstellung und Dokumentation

Im Frühling startet im Londoner Natural History Museum die Ausstellung Fantastic Beasts: The Wonder Of Nature. Wie schon zuvor in der British Library werden hier Wizarding World und Muggelwelt zusammengeführt. Dabei wird es um alle (un-)möglichen realen und fantastischen Tiere gehen.

Schon zur Bibliotheksausstellung A History of Magic gab es ein einstündiges BBC-Special, daher liegt es Nahe, dass es auch zur Naturshow eine Doku geben wird, die von der BBC gemeinsam mit Warner Bros. produziert wird.

Die BBC kündigt an: Dieses fesselnde BBC-One-Special nimmt die Zuschauer mit auf eine unglaubliche Reise von den versteckten Gängen des Londoner Naturkundemuseums über die gefrorenen Steppen Sibiriens bis hin zu den geheimen Höhlen Madagaskars. Von Zentauren bis zu Nifflern, von Paradiesvögeln bis zum Phönix, von 11.000 Jahre alten Wollnashörnern bis zum Erumpent und von Riesenkraken bis zum Zouwu – die fesselnden Geschichten und die überraschende Wissenschaft hinter den Exemplaren im Naturhistorischen Museum ist eine globale Entdeckungsreise, die Parallelen zwischen der realen Welt und den sagenhaften Welten der Mythologie und Literatur zieht – einschließlich Elementen, die für Fans der Warner Bros. Phantastische-Tierwesen-Filmreihe sofort erkennbar sein werden.

Dazu soll es spannende Einblicke in die Ausstellung geben, in die Tierwelt der Wizarding World und sogar Behind the Curtain-Footage aus dem Museum. Die Erzählerposition soll Steven Fry übernehmen, der auf den britischen Inseln schon als Stimme der Harry Potter Hörbücher bekannt ist.

Charlotte Moore, BBC Director of Content, sagt: „Die BBC ist weltbekannt für ihr erstaunliches Naturkunde-Programm und es ist eine Freude, die Natur und Wizarding World auf BBC One zusammenzubringen“.

Zu Ausstellung im britischen Naturkundemuseum wird es noch viel mehr geben. Das Museum wird auch eine Partnerschaft mit Google Arts & Culture eingehen, um digitale Inhalte zu erstellen, die es dem globalen Publikum ermöglichen, einige der Wunder der Ausstellung zu erleben, wo immer es sich auf der Welt befindet. Bloomsbury, der ursprüngliche Herausgeber der Harry-Potter-Bücher, wird zudem eng mit den Experten des Naturkundemuseums zusammenarbeiten, um einige Information auf Papier festzuhalten, sowie mit dem Pottermore-Verlagsteam, das seine Digital- und Hörbuchkompetenz in das Projekt einbringen wird.

Harry Potter Shop Platform 9 3/4

Shopping Tipps: Harry Potter in London

Wenn ich in London eines gelernt habe, dann, dass man locker eine ganze Woche dort verbringen kann und sich dabei ausschließlich mit Harry Potter beschäftigen. Gerade für Fans, die außerhalb Großbritanniens leben, ist die englische Metropole ein Einkaufsmekka.  Nicht nur, dass es einige exklusive Shops gibt, vor Allem bekommt man fast alles überall, was man bei uns oft nur online bekommt. Was wir alles gekauft haben, könnt ihr hier auf Instagram verfolgen, wo wir es gekauft haben, lest ihr hier. Damit ihr euch nicht verlauft, soll dieser kleine Shopping-Guide etwas Orientierung geben.

Der Noble Collection Store in der Neal Street nahe Covent Garden

Wie man hier her kommt: Am besten mit der Underground zur Haltestelle Covent Garden und dann der Ausschilderung zum Seven Dials folgen. Route planen mit Google Maps.

Eine Entdeckung, die ich schon vor zwei Jahren gemacht habe (damals war der Shop komplett neu), ist der Store The Noble Collection. Die Marke kennen wir hier in Deutschland größtenteils von Elbenwald (die lange Zeit den Exklusivvertrieb der Produkte in der Bundesrepublik inne hatten). In London kann man sozusagen direkt beim Hersteller shoppen. Der Store strahlt eine unglaubliche Atmosphäre aus und ist damit auch ein Erlebnis wert. Neben der grandiosen Deko ist die Vielfalt beeindruckend, in erster Linie aber die Mitarbeiter. Jeder der Anwesenden kennt sich in vielen Fandoms aus und ist totaler Experte in einer der angebotenen Welten.

So konnten wir beispielsweise bei einer Dame einkaufen, die sofort alle Zauberstäbe kannte, selbst seltene Produkte für uns auftreiben konnte und ständige lustige Harry Potter Witze machte. Außerdem hat sie sich lange mit uns über Harry Potter and the Cursed Child unterhalten und damit die Vorfreude gesteigert. Ich kann sicherlich behaupten, dass ich aufgrund des großartigen Personals im Laden mehr Geld gelassen habe, als ich eigentlich vor hatte.

Zu kaufen gibt es hier Zauberstäbe, Lesezeichen, Schachspiele, Alraunen, Schokofrösche und viele weitere Repliken von berühmten Gegenständen aus den Filmen.

Neben Harry Potter und Phantastische Tierwesen gibt es im Store übrigens noch Welten für

  • Herr der Ringe und Der Hobbit
  • Game of Thrones
  • DC Comics
  • Outlander
  • Da Vinci Code
  • und Jumanji

Der Shop liegt dabei übrigens sehr gemütlich, direkt am Seven Dials (einem historischen „Kreisverkehr“ mit sieben Ausfahrten) und damit in der Nähe vieler anderer Harry Potter Attraktionen wie dem House of MinaLima, dem Palace Theatre und dem Forbidden Planet Megastore. Außerdem befinden sich in nächster Nähe einige kleine, hübsche Boutiquen, Flag-Ship-Stores einiger bekannter Marken und der Seven Dials Market, wo man wunderbar essen kann.

Im House of MinaLima in Soho

So kommst du hin: Mit der Undround zur Covent Garden- oder Tottenham Court Road Station. Auch leicht zu erreichen vom Covent Garden, China Town oder Leicester Square. Route mit Google planen.

Das House of MinaLima ist ein kleiner und romantischer Laden im Herzen Sohos, dem Theaterviertel Londons. Damit liegt es auch fast direkt neben dem Palace Theatre in dem seit Jahren Harry Potter and the Cursed Child gespielt wird.

Obwohl die eigentliche Firma erst seit 2010 besteht, arbeiten die Gründer Eduardo Lima und Miraphora Mina seit 2002 zusammen, und die filmografischen Arbeiten des Studios gehen auf das Jahr 1995 zurück. Mina ist seit dem ersten Teil für die Harry Potter Filme tätig, Lima seit dem dritten Teil. MinaLima ist für die Erstellung aller grafischen Designelemente in den Filmen verantwortlich, einschließlich der Quidditch-Weltmeisterschaftsplakate, der Karte des Rumtreibers, des Tagespropheten, des Quibblers und hunderter Schachteln und Etiketten für Artikel, die bei Honeydukes und Weasleys‘ Wizard Wheezes verkauft werden.

Die Ausstellung House of MinaLima wurde am 3. Juni 2016 eröffnet und zeigt viele Grafiken vom Tagespropheten und der Karte des Rumtreibers, sowie Weasley-Produkte und Hogwarts Schuldbücher, aber auch Design aus den Phatanstische Tierwesen Filmen. Alle Exponate können erworben werden, entweder als Alltagsgegenstand (Küchentücher, Fahrscheinmäppchen, Notizbücher), oder als Standard- oder Premium-Druck. Viele der Exponate gibt es (außerhalb der Studiotouren) ausschließlich hier. Die Ausstellung kann gratis besucht werden und erstreckt sich über (mehr als) 3 Etagen im alten Londoner Stadthaus.

Der Fanshop zu Harry Potter and the Cursed Child im Palace Theatre

So kommst du hin: Seid ihr am Leicester Square, Covent Garden oder irgendwo in Soho, lohnt es sich zu Fuß zu gehen, ansonsten sind die beiden Haltestellen der beiden Plätze ein guter Anfahrtsort für die Underground. Den Weg berechnen könnt ihr hier.

Achtung – könnte Spoiler zum Theaterstück Harry Potter and the Cursed Child enthalten.

Der Fanshop im Palace Theatre ist etwas ganz besonderes. Man kennt in Deutschland ja oft diese völlig überteuerten Shops in Musicals, die CDs, T-Shirts, Socken, Schlüsselanhänger und und und verkaufen. In London (wir haben es in Wicked gesehen), sind diese Shops oft riesig und umfangreich und noch überteuerter, doch werden sie gut angenommen (einer vor uns hat 12 Musical-T-Shirts gekauft). Der Shop zu Harry Potter und das verwunschene Kind ist da etwas anders.

In diesem Shop gibt es fast alles 4 Mal. Es gibts Shirts, Krawatten, Pullover, Schlüsselanhänger, also das übliche. Alles gibt es jedoch (zum fast angemessenen Preis) im Hufflepuff, Gryffindor, Slytherin und Ravenclaw-Design. Dazu gibt es eine Cursed Child Collection, die sich am Design des Stückes orientiert.

Die Besonderheiten jedoch sind andere (letzte Spoilerwarnung für alle, die noch nicht im Theater waren): Nach dem ersten Teil, also am (zweiten) Abend, verändert sich das komplette Theater und wird düster und dunkel. Damit auch der Fanshop. Es gibt plötzlich Produkte mit dem Dunklen Mal und düstererem Slytherin-Logo. Das ist spannend und macht Spaß. Dazu gibt es am letzten Abend auch das Buch Harry Potter and the Cursed Child – The Journey, dass über die Entstehung des Stückes berichtet (in London aber auch normal im Buchhandel verfügbar ist).

Als besonderes Highlight gibt es im Fanshop die Zauberstäbe von Albus, Scorpius, Harry, Hermine und Ron. Diese sind nicht von der Noble Collection. Daher sind die der drei bekannten Helden etwas überarbeitet und verändert (sehen natürlicher aus) und alle fünf Zauberstäbe sind nur im Theater verfügbar. Der Theatershop ist nur für Ticketinhaber geöffnet und nur zu den Spielzeiten des Stücks.

Wer sich auf den Shop vorbereiten will (okay, aller aller letzter Spoiler-Alarm) kann dies auf der Website des englischen Stückes tun, dort gibt es nämlich eine Online-Übersicht und die Option online zu bestellen (falls man was vergessen hat).

Zauberstäbe von Willbott’s Wands auf den Greenwich Market und Covent Garden

So kommst du hier her: Mit dem Bus zur Haltestelle Island Gardens und dann zu Fuß durch den Greenwich Foot Tunnel (ein über 100 Jahre alter Fußgänger-Tunnel 15 Meter unter der Themse) oder mit dem Thames Clipper (Boot) zum Greenwich Pier. Die Route könnt ihr hier mit Google berechnen. Ein weiterer Stand ist in der Nähe von Covent Garden geplant.

Dieses Ziel ist ein wenig ab vom Schuss, und doch lohnt es sich. Zum einen könnt ihr es mit einem Ausflug nach Greenwich verbinden, die Uni anschauen und den Ort, an dem die Welt in die östliche und westliche Hemisphäre geteilt wird (der Null-Meridian) und zum anderen gibt es hier etwas, was es sonst nirgends anders in der Muggelwelt gibt: Echte, handgemachte Zauberstäbe.

Willbott’s Wands ist das Business der beiden Schauspieler und Zauberstabmacher William Willcher und Baldwin Bottler. Beide stellen höchstselbst Zauberstäbe aus verschiedenen nachhaltig-gewonnen Hölzern und unterschiedlichen Zauberstabkernen her. Ihr könnt dort den Zauberstab euch aussuchen lassen, oder euch von den beiden beraten lassen. Ein Zauberstab kostet zwischen ca 12€ und 60€. Die hochwertigeren kommen in einer schicken Hülle und mit Echtheitszertifikat.

Willbott’s Wands sind meist samstags und sonntags auf dem Greenwich Market. Die genauen Marktdaten gibt es auf ihrer Website. Neben dem Auftritt im Greenwich Market gibt es bald auch einen Stand im Jubilee Market (Google Maps) in der Nähe von Covent Garden.

Auch ansonsten lohnt sich der Besuch des Greenwich Markets übrigens. Dort gibt es Schmuck, Stoffe, handgemachte Kleidung, Süßigkeiten und allerhand für Buchliebhaber und Kunstsammler.

Forbidden Planet Mega Store & Hamleys

So kommst du hier her: Das Forbidden Planet ist direkt in der Nähe des Harry Potter Theaters (mal wieder). Die Route kannst du hier berechnen. U-Bahn-Haltestellen sind Tottenham Court Road oder Covent Garden. Hamleys liegt zwischen den Haltestellen Piccadilly Circus and Oxford Circus. Die Route kannst du hier berechnen.

Diese beiden Geschäfte habe ich zusammengefasst, nicht, weil sie etwa nebeneinander lägen, sondern weil sie sich etwas ähnlich sind. Beide Stores bieten kleine Einkaufsparadiese für spezielle Zielgruppen. Forbidden Planet ist eine bekannte Kette, die Nerds direkt mit Devotionalien versorgt (hier gibt es auch Star Wars, Doctor Who, Simpsons, Game of Thrones…) und Hamleys ist eines des ältesten und bekanntesten Kinderkaufhäuser der Welt (das sich auch mittlerweile zur Kette entwickelt hat).

Das besondere: Beide Stores haben einen speziellen Bereich für Harry Potter Fans. Im Forbidden Planet bekommt man hier vor allem Funkos, Shirts, Kuscheltiere u.v.m. Im Keller versteckt sich außerdem ein riesiger Buch- und Comic-Bereich, der auch einiges für Fans zu bieten hat. Das besondere am Forbidden Planet Megastore ist, dass er trotz des Namens nur einen sehr begrenzten Raum bietet und daher immer und immer wieder günstige Schnäppchen raushaut, um Platz zu schaffen.

Das besondere an Hamleys ist, dass es sich hier um ein Wunderland für Kinder handelt. Im Laden wird nämlich nicht nur geshoppt, sondern vor Allem gespielt und zwar auch von und mit den Mitarbeitern. Neben Lego, Playmobil, Kuscheltieren, etwas Technik und den üblichen Gesellschaftspielen, gibt es hier mittlerweile eine ganze Harry Potter Etage (im Keller). Hier gibt es einen besonderen Bereich für Noble Collection Artikel, aber auch exklusive Produkte, Getränke und Klamotten.

Foyles und Waterstones, wenn’s um Bücher geht

Die Route zu Foyles kannst du hier auf Google Maps berechnen. Eine Übersicht aller Waterstones-Filialen gibt es hier.

Wer sich aus dem Harry Potter Urlaub einen besonderen Band, eine Sammlerausgabe oder einfach nur ein Taschenbuch mitbringen will, ist bei Foyles und Waterstones richtig. Ein riesiger Foyles ist direkt in der Nähe des Cursed Child Theaters (Tottenham Court Road Haltestelle).

Hier gibt es Hardcover und Sonderausgaben mit kleinen Mängeln manchmal unheimlich günstig. So kann man hier, wenige Meter neben dem Palace Theater, das Making-Of-Buch (Harry Potter and the Cursed Child – The Journey) kaufen und dabei 50% sparen. Alle anderen Werke zu Harry Potter gibt es hier auch – überhaupt hatte die Buchhandlung einen extra Bereich für Potterheads aufgebaut.

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Peek behind the curtain of the most magical theatre event of the decade! Harry Potter and the Cursed Child: The Journey chronicles the development of the play, rich with interviews, designs, rehearsal stories and conceptual sketches, including a veritable bounty of breathtaking photos. This book is a treasure trove of ideas, anecdotes and memories from the multiple-award-winning team that so magnificently translated the wizarding world to the stage. To celebrate the book's release, we are thrilled to have actual Harry, Ron and Hermione costumes from the actual play in our actual flagship shop window. Use the Floo network to come down to Charing Cross Road to gaze at all the glorious details in the window, including each character's wand! And if that's not enough to whet your appetite, we've got an extra special gift for all you Potterheads out there. We're giving away a limited edition button badge set free with each book. Five collectable badges reworking elements of the iconic set design and significant Cursed Child objects in exquisite line work. Accio book and badges! @cursedchildldn #jkrowling #jackthorne #harrypotterandthecursed child #harrypotter #cursedchild #windowdisplay

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So ist es auch bei Waterstones. Die Filialen des Buchhändlers gibt es in ganz London (Übersicht, siehe oben). Eine ist größer als die andere und man kann hier Stunden verbringen. Neben dem exklusiven Harry-Potter-Bereich gibt es eine umfangreiche Sammlung an Schmuckausgaben, Hardcovers und normalen Büchern. Da ist für jeden etwas dabei. Die meisten Filialen haben ein integriertes Café, sodass man neben Romanen und Comics auch Kaffee und Kuchen verschlingen kann.

Kurzum: Da es in England keine Buchpreisbindung gibt, gibt es ständig irgendwo Rabatte auf die Bücher, auch wenn es keine Mängelexemplare sind. Etwas vergleichen lohnt sich also. Bei unserem Besuch, machte Foyles einen deutlich günstigeren Eindruck und Waterstones dafür den deutlich hochwertigeren. Achten sollte man darauf, dass fast jeder englische Buchladen „Take 1 get 1 half-price“ oder „Buy 2 get 3“ Aktionen hat.

Die beiden offiziellen Harry Potter Shops

Der offizielle Harry Potter Shop in London befindet sich (wie sollte es anders sein) im Bahnhof King’s Cross an Platform 9 3/4. Hier kommst du mit der U-Bahn hin, Haltestelle King’s-Cross-St-Prancras. Die Route kann man hier auf Google Maps berechnen.Vor dem Shop kann man die berühmten Bilder mit dem Trolley und der Trennwand zwischen Gleis und 9 und 10 machen. Es lohnt sich übrigens hier früh morgens aufzutauchen, am besten an einem Wochentag. Ansonsten kann die Schlange ganz schön lang werden.

Die Photos bekommt man für 10 GBP, jedes weitere für 5 GBP. Daneben gibt es hier Klamotten in den Haus-Designs, 9 3/4 exklusive Produkte, Bertie Botts Bohnen, Zauberstäbe und Schokofrösche. Ein Besuch lohnt sich, da es hier ein paar Dinge gibt, die es eben nur hier gibt. Die Noble Collection Produkte sind jedoch deutlich teurer, als im eigenen Shop.

Wenn man hier schon mal in der Nähe ist, kann man übrigens gleich die British Library Besuchen, die direkt nebenan liegt. Auch dort gibt es ein paar exklusive Stücke zu shoppen, die in Verbindung mit der A History of Magic Ausstellung stehen.

Am Terminal 5 des großen internationalen Londoner Flughafens Heathrow wurde ebenfalls ein Harry Potter Store eröffnet, der dem an Gleis 9 3/4 in nichts nachstehen stoll. Da man innereuropäisch meist von Terminal 2 fliegt, können wir von diesem Store nur vom Hörensagen berichten. Dennoch wollen wir ihn nicht verschweigen. Hier soll man neben Bildern mit dem Trolley auch Photos in der Telefonzelle zur Mysteriumsabteilung machen können. Uns wurde ein Tipp gegeben: Wenn man 3 Stunden vor Abflug schon hinter der Sicherheitskontrolle von T1/2/3/4 ist, kann man über einen Umweg mit Hilfe des Flughafenpersonals auch Terminal 5 besuchen und hier einkaufen.

Zum Schluss:

Es gibt also hunderte Orte, die man besuchen kann. So hat beispielsweise gerade auch das House of Spells eröffnet, das Produkte zu Harry Potter und Game of Throne anbietet. Der Service war jedoch nicht mit den anderen Läden vergleichbar. Man kann sich merken: Exklusive Produkte sollte man direkt dort mitnehmen, wo man sie findet (Theater, Library, Hamleys, 9 3/4…). Andere Produkte sollte man unbedingt vergleichen, da die Noble Collection im eigenen Shop meist am günstigsten ist, andere Produkte (auch Bücher) sind mal hier und mal da im Angebot.

Das Phänomen Harry Potter Cover

Das Phänomen Harry Potter – ein Buchtipp zu Nikolaus für Potter Fans?

Das Phänomen Harry Potter kommt als Sachbuch daher und versucht den Anspruch zu erfüllen, die Magie hinter den Büchern zu enthüllen. Obwohl das Buch bereits 2009 in deutscher Sprache erschien, wurde es nicht häufig als Standardwerk wahrgenommen. Das mag daran liegen, dass es nicht im Heimatverlag der deutschen Harry Potter Bücher erschien und selbst im Edel-Verlag, welcher es schlussendlich auf deutsch veröffentlichte, es nur ins Kinder-Imprint edel kids geschafft hat. Dabei ist Das Phänomen Harry Potter bei weitem kein Kinderbuch, sondern eben ein Sachbuch, dass in Gesellschaft von Yakari, Barbie und Pettersson und Findus irgendwie deplatziert wirkt.

Vielleicht liegt es daran, dass das Buch nicht mit dem Medienrummel und der Lizenzkraft eines Carlsen-Buches aufwarten kann, dass es nicht so berühmt geworden ist, wie das Hauptwerk. Eine andere Erklärung könnte sein, dass jeder, der eine Potter-Story erwartet, meint, ein Sachbuch in den Händen zu halten und jeder, der ein Sachbuch erwartet, erstaunt ist, dass er eine Story zu lesen bekommt. Das Phänomen Harry Potter mag sich anfühlen, als sei es nicht Fisch und nicht Fleich, doch was es ist: lesenswert.

Das Phänomen Harry Potter Cover
Das Phänomen Harry Potter Cover

Die Geschichte eines Fans, der selbst zur Berühmtheit wird

Das Phänomen Harry Potter wurde von Melissa Anelli verfasst. Sucht man ihren Namen bei Amazon findet man nur ein einziges Buch, nämlich dieses. Melissa ist keine Sachbuchautorin und kein Roman-Genie, doch was Melissa ist, verrät sie uns schon im zweiten Kapitel ihres eigenen Buches: Ein Harry-Potter-Fan.

Melissa Anelli studierte Literatur an der Georgetown University und war Redakteurin der Uni-Zeitung. Dank ihrer Schwester, die meinte, sie brauche mehr als nur ihre Lehrliteratur als Lektüre, kam sie zu ihrem ersten Harry-Potter-Buch und begab sich damit in den Bann einer Geschichte über Toleranz und Liebe, wie sie selbst sagt. Dadurch wurde sie irgendwann zur Betreiberin einer der renommiertesten Harry-Potter-Fanpages, dem Leaky Cauldron.

Genau so, beginnt auch dieses Buch. Denn anstatt sperrig zu erklären, wie die Geschichte eines jungen Waisenknabens an einer Zauberschule die Popkultur beeinflusst haben könnte (was ich erst hinter dem Titel vermutete), nimmt Anelli ihre Leser an die Hand und beschreibt in blumiger Sprache, was hinter den Kulissen einer Fanpage-Redaktion passiert, wenn J.K. Rowling ankündigt, den letzten Band ihrer gefeierten Serie zu veröffentlichen. Das ist nicht nur lehrreich, sondern auch spannend.

Über Autorin, Buch und Film

Ab dem dritten Kapitel nutzt Anelli, was sie sich so hart erarbeitet hat. Obwohl Rowling im Vorwort angibt, wenig davon mitbekommen zu haben, was anfangs in diesem Internet über ihr Buch geschrieben wurde, sollte sie zwei junge Webmaster zu einem Exklusivinterview laden. Eine davon war Melissa Anelli. Aus dieser Verbindung schöpft die junge Autorin nicht nur Kraft, sondern viel Hintergrund- und Insiderwissen, das ihr keiner mehr nehmen kann, welches sie aber sachte und in angenehmen Dosen über ihr eigenes Buch verteilt. So kann Anelli erzählen, wie J.K. Rowling zu ihrem Namen kam, die ersten Skizzen zu Harry Potter auf einer langen Zugfahrt anfertigte, wie sich kein Verlag finden wollte, die Bücher zu verlegen und wie es dann doch dazu kommen konnte, dass in den USA eine Rekordsumme für die Rechte ausgerufen wurden. Sogar Geschichten darüber, wie Warner Bros. versuchte die Rechte zu erwerben und Rowling vorerst absagte, weiß Anelli fast so spannend und herzlich zu erzählen, wie Rowling den Kampf gegen den Troll in Harry Potter und der Stein der Weisen.

Über Musik und Podcasts und zurück

Über eine komplette Passage im Buch verliert sich Anelli dann in Schilderungen über Wizard-Rock, ihre Erfahrungen mit Harry and the Potters und ihre gemeinsame Tournee. Wie Anelli selbst dem Wizard-Rock verfallen ist, ist eine wieder eine dieser Geschichten, die einen schmunzeln lassen und die Spaß machen, wenn man dem professionellen Fangirl lauschen darf. Eine komplette Schilderung jedoch darüber, wie sich die Band gründete, sich Konkurrenz entwickelte und der Markt sich veränderte, bringt eine lange und karge Wüste der Unterhaltung ins Buch. Zum Glück versteht Anelli es, die juristischen Befürchtungen über Copyright-Verletzungen, Umgang mit Fans und Filmverleih und dem Kontakt zu J.K. Rowling, herzlich und spannend zu beschreiben, sodass man aus diesem Tal wieder herausgeholt wird. Eine Story darüber, wie der PotterCast das Format Podcast-Tour erfand (was noch zu beweisen wäre), rundet diese Schilderungen ab.

Endlich jedoch findet Anelli in ihren Schreibstil aus den ersten Kapiteln zurück und beschreibt uns, was in einer Gruppe Fans vor geht, die 3 Stunden vor Mitternacht vor einer Buchhandlung darauf warten, dass der langersehnte vierte Band heraus kommt. Geschichten über organisierte Lesewochenenden mit Freunden, Beichstühle zur Kritik des Materials und wütender Fans, die nach wenigen Seiten das neu erworbene Buch auf den Boden schmeißen und fluchen, unterhalten endlich wieder so gut, wie der Anfang des Buches.

Die Geschichte eines Fans

Und so soll es dann auch weiter gehen. In dem Buch, das im Original Harry, A History heißt (der Titel passt deutlich besser, als der schnöde Deutsche Titel), wird mit Herzblut, Verstand und liebe zum Detail die Geschichte einer Geschichte, aber vor allem, die Geschichte eines Fangirls erzählt, dass es irgendwann schafft, ihre selbst gewählte Gottheit zu treffen. Dabei geht es weniger um das Phänomen, als um den Prozess: Wie konnte ein Kinderbuch fast so bindend werden, wie eine Religion? Wie konnte es dazu kommen, dass Unmengen von (erwachsenen) Menschen ihr Leben nach einer Kinderromanreihe ausrichte?. Und wir konnte eine 21-jährige, schüchterne Studentin, zu einer gestandenen und starken Autorin werden? All diese Fragen beantwortet Anelli nicht im geringsten, doch sie nimmt uns mit und lässt uns beobachten, wie so etwas passiert.

Das Lesevergnügen ist für Potter-Fans sicher angenehm und für alle anderen unerträglich. Man muss schon selbst ein kleiner Fanatiker sein, um sich nicht bei jedem fünften Satz von Anelli mit der flachen Hand an die Stirn zu schlagen. Doch wer weiß, wie man Vielsafttrank braut oder eine Kürbis-Pie backt, dem wird auch dieses Buch spaß machen. Um also die Eingangsfrage zu beantworten: Ja – es handelt sich um ein gutes Geschenk, für jeden, der es noch nicht hat. Persönlich habe ich es als Hörbuch gehört, was ich nur absolut empfehlen kann.

Halloween auf Hogwarts © 2001-2011 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.

Halloween auf Hogwarts – Wie Zauberschüler feiern

Halloween ist eines der wenigen magischen Feste, die es auch in die Brauchtümer der Muggels geschafft haben. Auch auf der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei ist Halloween ein wichtiges Fest und immer wieder ein Highlight für die Bewohner der Zauberschule. Gerade von den Jahren ab 1991 (in denen Harry Potter zur Schule gegangen ist) erfahren wir viel über die Festlichkeiten. Was genau geschah, erfahrt ihr hier.

Halloween und der Stein der Weisen

Halloween kommt in Harry Potter und der Stein der Weisen wohl doppelt vor. In den ersten Szenen Buch erfahren wir, wie Onkel Vernon von unvorsichtigen Zauberern dazu beglückwünscht wird, dass Du-weißt-schon-wer endlich besiegt wäre. Kurz darauf wird Baby-Potter in der Nacht vor die Haustür der Dursleys gelegt. Wie wir wissen (siehe unten) wurde Voldemort erstmalig am 31.10.1981 besiegt. Wir können also davon ausgehen, dass diese Geschehnisse an Halloween oder zumindest am darauffolgenden Tag stattfinden.

Halloween 1991 war ein aufregender Tag für alle Hogwarts-Bewohner, doch für Harry im Speziellen. Nachdem Harry gerade erfahren hat, dass McGonagall ihn für einen würdigen Sucher hält, bekommt er am Frühstückstisch seinen Nimbus 2000 zugestellt. Am gleichen Tag lernten die Schüler des ersten Schuljahres mit Wingardium Leviosa ihren ersten offiziellen Zauberspruch.

Am Abend erlebte Harry erstmals, wie die große Halle für das Halloween-Fest geschmückt wird:

Tausend echte Fledermäuse flatterten an den Wänden und an der Decke, und noch einmal tausend fegten in langen schwarzen Wolken über die Tische und ließen die Kerzen in den Kürbissen flackern. Auf einen Schlag, genau wie beim Bankett zum Schuljahresbeginn, waren die goldenen Platten mit dem Festessen gefüllt.

Die große Feier sollte jedoch ein jähes Ende finden und von betrüblichen Ereignissen unterbrochen werden, die sich ankündigten, als Quirrel in die Große Halle gerannt kam und verkündete: “Troll – im Kerker – dachte, Sie sollten es wissen.” Als Harry und Ron daraufhin bewusst wurde, dass Hermine in Gefahr sein könnte, nahmen sie die Verfolgung auf und stellten sich gemeinsam dem Troll. Dadurch sollte sich das Trio gründen, dass wir dann sieben Jahre lang begleiten durften, denn durch diesen Zwischenfall wurde Hermine Teil von Harrys und Rons Freundschaft.

Halloween und die Kammer des Schreckens

Auf das Halloween-Fest 1992 hatte sich vor allem Hagrid gut vorbereitet. Schon Tage vorher präsentierte er Harry “ein Dutzend der größten Kürbisse, die Harry je gesehen hatte.” Auf die Frage, womit er diese riesigen Kürbisse gedüngt habe, wich Hagrid allerdings aus und gab an, ein wenig nachgeholfen zu haben. Als der rosa Schirm des Halbriesen in Harrys Aufmerksamkeit geriet, wurde dies von ihm als Hinweis gedeutet, dass Hagrid (trotz Schulverweises) seinen Zauberstab aufbewahrt hatte und diesen ab und an zum Einsatz brachte.

Fast Kopfloser Nick © 2001-2011 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.
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In Harrys zweitem Schuljahr feierte außerdem der Fast Kopflose Nick seinen 500. Todestag an Halloween, was darauf schließen lässt, dass Sir Nicholas de Mimsy-Porpington seinen tragischen Tod am 31. Oktober 1492 erlitten hatte. Nick nutzte eine Situation der Dankbarkeit aus, nachdem er Harry half, einer Strafarbeit von Filch zu entgehen, um ihn zu Fragen, ob er, Ron und Hermine am Fest teilnehmen würden. Harry sagte zu. Dieses Versprechen sollte er dann schnell bereuen, als er erfuhr, wie sich die Schule auf Halloween vorbereitete: “…die Große Halle war wie üblich mit lebenden Fledermäusen ausgeschmückt, Hagrids Riesenkürbisse waren zu Laternen ausgeschnitzt worden, in denen drei Schüler auf einmal sitzen konnten, und es liefen Gerüchte um, Dumbledore habe zur Unterhaltung eine Truppe tanzender Skelette gebucht.” 

Auf Nicks Party erwartete die drei Freunde Musik, die klang, als würde jemand mit Fingernägeln über eine Tafel kratzen, hunderte Geister und Tafeln voller verdorbener und Maden durchsetzter Speisen. Außerdem lernte Harry bei dieser Todestagsfeier die Maulende Myrte kennen, die ihm von Hermine als Poltergeist einer der Mädchentoiletten vorgestellt wurde.

Auf dem Rückweg dieser Feier und in der Hoffnung, in der großen Halle noch etwas zu Essen zu bekommen, was Lebendige als genießbar bezeichnen würden, hörte Harry erneut die Stimmen aus der Wand, die er jedoch noch in seinem Kopf verortete. Davon aufgeschreckt rannte Harry durch die Gänge im zweiten Stock, um dort die Nachricht: “DIE KAMMER DES SCHRECKENS WURDE GEÖFFNET. FEINDE DES ERBEN, NEHMT EUCH IN ACHT” und Filchs versteinerte Katze zu entdecken. Die Kammer des Schreckens wurde zum ersten Mal seit Jahrzehnten an diesem Halloween-Tag wieder geöffnet.

Halloween und der Gefangene von Askaban

An Halloween 1993 bekam Harrys Klassenstufe zum ersten Mal die Möglichkeit, das Zaubererdorf Hogsmead zu besuchen. Da Harry niemals die Erlaubnis der Dursleys bekommen hatte, zog er alleine am Halloween-Tag durch die Flure von Hogwarts und traf dabei auf Professor Remus Lupin. Mit ihm führte er ein bedeutungsvolles Gespräch über seine Ängste vor Dementoren.

Hermine und Ron kamen aus Hogsmead zurück und beschenkten Harry mit Süßigkeiten aus dem Honigtopf während sie ihm vom Ausflug berichteten. Daraufhin besuchten sie das Halloween-Fest, nur um auf dem Rückweg auch in diesem Jahr eine schreckliche Entdeckung zu machen. Offenbar war das Gemälde der Fetten Dame, die den Gemeinschaftsraum der Gryffindors bewachte, zerstört worden. Im Moment in dem die Lehrer der Schule diesen Vorfall bewerten wollten, fand sich mit dem Poltergeist Peeves ein Zeuge, der angab, diese Tat sei von Sirius Black verursacht worden. Halloween in Harrys drittem Jahr sollte also zu dem Halloween werden, in dem Black in Hogwarts einbrach.

Halloween und der Feuerkelch

“Morgen Nacht, an Halloween, wird der Kelch die Namen jener drei preisgeben, die nach seinem Urteil die würdigsten Vertreter ihrer Schulen sind.” sagte Dumbledore am Vorabend des Festtages. Wie wir alle wissen wird an Halloween 1994 der Feuerkelch vier Teilnehmer für das Trimagische Turnier bekanntgeben. Unter diesen: Harry Potter.

Der Halloween-Tag wurde von Schülern bestimmt, die ihre Namen in den Kelch warfen, von einem Besuch bei Hagrid, von Hermine, die für B.ELFE.R warb und von der Vorfreude auf das Abendessen. Das Essen selbst gestaltete sich ähnlich wie in den Jahren davor, nur erfuhren wir diesmal von der Leidenschaft Hagrids für Madame Maxime, der Schulleiterin der Beauxbatons. Am Ende des Essens gab der Feuerkelch dann die vier Teilnehmer bekannt.

Halloween und der Orden des Phönix

Untypisch für die bisherigen Harry-Potter-Romane, wird im fünften Roman das Halloween-Fest nicht erwähnt. Jedoch wird in diesem Band die Figur der Dolores Umbridge eingeführt und zu dieser hat J. K. Rowling an Halloween 2014 Gedanken und Hintergrundinformationen zur früheren Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste und kommissarischen Schulleiterin in Dumbledores Abwesenheit veröffentlicht. Wir erfuhren dabei beispielsweise, dass Umbridge unglücklich verheiratete Eltern hatte, ihre Mutter Muggel war und sie direkt nach der Schule im Zaubereiministerium ein Praktikum begann.

Dolores Umbridge © 2001-2011 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.
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Dank ihrer Durchsetzungskraft und Rücksichtslosigkeit bekam sie immer höhere Positionen im Management der Abteilung für magische Strafverfolgung. Auf dem Weg dorthin verleugnete sie immer wieder die Verbindung zu ihrem eigenen Vater der selbst (wenn auch erfolglos) ein Mitarbeiter im Zaubereiministerium war. Dieser Weg führte sie irgendwann zum Sondereinsatz in Hogwarts, von dem wir im fünften Band berichtet bekamen.

Halloween und die Heiligtümer des Todes

In den letzten beiden Bänden der Potter-Reihe lassen sich, aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse keine Informationen zum Halloween-Fest finden. Man kann davon ausgehen, dass es keine dedizierte Feier gab, da der komplette Schulalltag gestört bzw. ausgesetzt war. Doch was wir in Band VII erfahren, ist, was Halloween 1981 passiert ist.

Um seinen prophezeiten Gegenspieler schon in jüngsten Jahren zu beseitigen, sucht Voldemort die Konfrontation zwischen Harry und ihm selbst. Er ermordet erst den unbewaffneten James Potter um sich dann Lily Potter zuzuwenden. Diese stellt sich schützend vor ihren Sohn und muss daher sterben. Der folgende Todesfluch gilt Harry, prallt jedoch an ihm ab und beschert ihm die berühmte Narbe. Dadurch wird unbeabsichtigt eine Art Horkrux gebildet. Die Situation führte dazu, dass Voldemort seinen irdischen Körper verlieren sollte und man ihn für besiegt hielt. Daher gab es noch am selben Tag Befreieungsfeierlichkeiten, von denen sogar die Muggel etwas mitbekamen. Es sollte ein legendärer Tag in zweierlei Hinsicht werden: Zum einen verliert Harry seine Eltern und die komplette Geschichte des Boy Who Lived sollte beginnen, auf der anderen Seite sollte Voldemort nach langer Schreckensherrschaft endlich (wenn auch vorübergehend) besiegt werden. Und hier sind wir wieder im ersten Kapitel von Harry Potter und der Stein der Weisen gelandet – der Kreis schließt sich.

Halloween auf Hogwarts © 2001-2011 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.
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Ihr seht also, Halloween war ein bedeutungsschwerer Tag im Leben der Hogwartsschüler und aller Magier, der viele Geheimnisse lüftete und einiges verändern sollte. 

Nun wünschen wir euch ein wundervolles Fest der Geister.

Fast Kopfloser Nick © 2001-2011 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.

Geister

Der folgende Artikel erschien im Original 2015 auf Pottermore von J.K. Rowling. Um euch die Wizarding World etwas näher zu bringen, haben wir den Artikel für euch übersetzt.

In der Welt von Harry Potter ist ein Geist der transparente, dreidimensionale Abdruck einer verstorbenen Hexe oder eines Zauberers, der in der sterblichen Welt weiter existiert. Muggel können nicht als Geister zurückkehren, und die weisesten Hexen und Zauberer entschieden sich dagegen. Es sind diejenigen mit unerledigten Geschäften, sei es in Form von Angst, Schuld, Bedauern oder offene Bindung an die materielle Welt, die sich weigern, in die nächste Dimension zu gehen.

Nachdem sie sich für das schwache Abbild ihres sterblichen Lebens entschieden haben, sind die Geister in ihrem Erfahrungsspektrum begrenzt. Ihnen bleibt kein körperliches Vergnügen und ihr Wissen und ihre Sichtweise bleiben auf dem Niveau, das sie im Laufe des Lebens erreicht haben, so dass alte Ressentiments (z.B. ein unvollständig abgetrennter Hals) auch nach mehreren Jahrhunderten den Verstorbenen noch immer wurmen können. Aus diesem Grund sind Geister im Allgemeinen eher eine schlechte Gesellschaft. Besonders enttäuschend sind sie bei dem einen Thema, das die meisten Menschen fasziniert: Geister können keine sehr vernünftige Antwort darauf geben, wie es ist zu sterben, weil sie sich stattdessen für eine verringerte Lebensform entschieden haben.

Geister können feste Gegenstände passieren, ohne sich selbst oder das Material zu schädigen, aber sie verursachen Störungen in Wasser, Feuer und Luft. Die Temperatur sinkt in unmittelbare Nähe eines Geistes, ein Effekt, der sich verstärkt, wenn sich viele an einem Ort versammeln. Ihre Anwesenheit lässt außerdem Flammen blau erscheinen. Sollte ein Geist ganz oder teilweise durch ein Lebewesen hindurchgehen, erlebt dieses ein eiskaltes Gefühl, als wäre es in eiskaltes Wasser gestürzt worden.

Hexen und Zauberer sind viel anfälliger für das, was Muggel paranormale Aktivität nennen, und können Geister deutlich sehen (und hören), wo ein Muggel nur das Gefühl haben könnte, dass ein gespenstischer Ort kalt oder „gruselig“ ist. Muggel, die darauf bestehen, Geister glasklar wahrnehmen zu können, sind entweder a) Lügner oder b) Zauberer, die angeben – was eine schamlose Verletzung des Internationalen Geheimhaltungsabkommens darstellt.

Gilderoy Lockhart - Charmantestes Lächeln - © 2018 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.

Gilderoy Lockhart: 5-facher Preisträger des Charmantesten Lächelns

Man kann von Gilderoy Lockhart halten, was man will. Doch, auch wenn er als Blender, Betrüger und Bluffer (“Drei mal schnell, George!”) in die Annalen der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei eingegangen ist, gibt es Punkte, in denen der Bestsellerautor und Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste als Held bezeichnet, beneidet oder bedauert werden kann. Hier sind fünf Gründe, warum Gilderoy Lockhart zurecht fünffacher Preisträger der Auszeichnung für das Charmanteste Lächeln der Hexenwoche geworden ist.

1. Freud hätte seine Freude

Gilderoy Lockhart
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Lockhart ist Sohn eines Muggels und einer Hexe. Neben ihnen gehörten zwei ältere Schwestern dem Haushalt an, in dem er aufwuchs. Da Lockhart der einzige Spross der Familie war, der die magischen Kräfte der Mutter geerbt hat, ergab sich eine Familiensituation, die Sigmund Freud sicher interessiert hätte. Der kleine Gilderoy war für die Mutter die Nummer Eins des Stammbaumes und bekam den größten Anteil an Liebe und Zuneigung. Wie auch Freud beschreibt, bildet sich in dieser frühkindlichen Phase ein starker Teil des späteren Bewusstseins aus.

So ist beinahe logisch, dass aus dem intelligenten kleinen Jungen ein Mann werden musste, der sich nach Anerkennung sehnt und sich für seine Heldentaten feiern lässt. Sich mit fremden Feder zu schmücken ist sicherlich nicht die eleganteste Art und Weise, für Lockhart aber, in seiner eigenen Auffassung, fast ein logischer Schluss.

Dabei das eigene Lächeln zu bewahren und nicht auch ohne Obliviate-Zauber schon frühzeitig durchzuknallen, hat sicherlich einen Preis verdient.

2. Mehr Klug als Hinterlistig – meint zumindest der Hut

Hogwarts Sprechender Hut
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Ob der Sprechende Hut immer ein guter Berater ist, ist sicherlich umstritten. Wer hätte bei Neville Longbottoms gedacht, dass seine Zuordnung in ein Haus Gryffindor, das für Mut steht, die besser Entscheidung ist, als ihn zum Hufflepuff zu machen und damit seinen Hang zur Loyalität und Pflanzenliebe zu stärken. Oder könnte man sich eine Hermine Granger nicht auch gut in Ravenclaw vorstellen, wo Intellekt gefordert ist? 

Nun ja, auch bei Gilderoy Lockhart war sich der Hut nicht sofort einig und hat zwischen Slytherin und Ravenclaw geschwankt. Lockhart kam schließlich ins Haus, das für Intelligenz, Scharfsinnigkeit und Klugheit steht. Dass er ein guter Schüler war, bestätigt diese Entscheidung, obwohl er ein noch besserer hätte sein können, wäre ihm nicht in den ersten Jahren auf Hogwarts bewusst geworden, dass er nicht der leuchtende Stern ist, für den er sich hält, sondern einer von vielen klugen Schülern.

Dass sich der Hut jedoch für Ravenclaw entschied und nicht für Slytherin, dessen Hauswerte Findigkeit, Gerissenheit, Ehrgeiz und Selbsterhaltungstrieb sind, spricht für die Qualitäten, die der Hut in ihm sah. Eine gute Hutentscheidung bringt sicherlich ein charmantes Lächeln mit sich. Fünfzig Punkte für Ravenclaw!

3. Vom Musterschüler zum Bestsellerautoren

Gilderoy Lockhart Magical Me
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Mal davon abgesehen, wie Gilderoy Lockhart an die Geschichten für Werke wie Tanz mit einer Todesfee, Gammeln mit Ghulen, Ferien mit Vetteln oder Trips mit Trollen, gekommen ist, den Erfolg kann man seinen Werken nicht absprechen. Viele Geschichten der Weltliteratur haben ein reales Vorbild und lassen Realität und Fiktion verschwimmen, auch in der Muggelliteratur. Auch andere Autoren von Bestsellern gelten als nicht sonderlich angenehme Zeitgenossen. Vielleicht braucht Kreativität sogar etwas Wahnsinn im Hirn um ein Meisterwerk abzuliefern.

Dass Lockharts Bücher also Bestseller geworden sind, sollte auch uns ein charmantes Lächeln abringen.

4. Vom Autoren zum Lehrer

Hermine in Lockharts Unterricht - © 2018 Warner Bros. Ent.  All Rights Reserved.  Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling  WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.
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Die Beweggründe Dumbledores, Gilderoy Lockhart als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste zu engagieren und ihn somit zum Nachfolger von Quirin Quirrel und zum Vorgänger von Remus Lupin zu machen, mögen umstritten sein. Dass Hogwarts mit der Besetzung dieser häufig vakanten Stelle Probleme hat, mag offenkundig sein. Ob Dumbledore tatsächlich seine Schüler als Lockvögel nutzen wollte um einen Betrüger zu entlarven, sollte uns zumindest zu denken geben. Was in dieser Situation jedoch Lockhart zugute gehalten werden sollte, ist, dass er die Stelle angetreten ist, obwohl er sich seines Könnens offenbar bewusst ist.

Es gehört schon Mut dazu, eine Klasse unterrichten zu wollen, obwohl man nicht einmal mit Wichteln klar kommt. Dass die nur der Selbstdarstellung dient, oder gar fahrlässig ist, sei dahingestellt. Mut jedoch, ringt uns ein charmantes Lächeln ab.

5. Sein Zauberstab spricht für ihn

Gilderoy Lockharts Zauberstab
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Gilderoy Lockharts Zauberstab besteht aus Kirschholz, mit Drachenherzfaser-Kern und ist neun Zoll lang. Kirschholz ist kein häufiges Zauberstabholz, jedoch in Japan sehr hoch angesehen. Ein Zauberer mit Kirschholzstab gilt als geschickt und mächtig, was auch daran liegen dürfte, dass dem Holz eine besondere (tödliche) Macht zugesprochen wird. Auch Drachenherzfaser ist eines der Materialien, die für Stärke sprechen. Alles in allem hat Gilderoy Lockhart also eine mächtige Kombination im Zauberstabholster.

Tragisch, dass die Kombination eigentlich für einen Magier mit einem starken Geist sprechen, wo wir doch alle das Schicksal dieses Zauberers kennen. Dennoch ist uns das ein charmantes Lächeln wert.

Man sieht also, auch wenn es einen etwas verrückten und doch zielstrebigen und mächtigen Kern hinter der charmanten Schale gibt, auf die so viele Hexen hereingefallen sind, stand das charmante Lächel Gilderoy Lockhart immer gut zu Gesicht.