Mysteriumsabteilung

Filius

Vor seiner Karriere als Au(t/r)or von Mysteriumsabteilung.com war Filius Nerd- und Outdoor-Blogger mit eigenem Blog und Teil des Foodbloggerteams Fräulein Anna und der Kuchenbäcker.

Halloween auf Hogwarts © 2001-2011 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.

Halloween auf Hogwarts – Wie Zauberschüler feiern

Halloween ist eines der wenigen magischen Feste, die es auch in die Brauchtümer der Muggels geschafft haben. Auch auf der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei ist Halloween ein wichtiges Fest und immer wieder ein Highlight für die Bewohner der Zauberschule. Gerade von den Jahren ab 1991 (in denen Harry Potter zur Schule gegangen ist) erfahren wir viel über die Festlichkeiten. Was genau geschah, erfahrt ihr hier.

Halloween und der Stein der Weisen

Halloween kommt in Harry Potter und der Stein der Weisen wohl doppelt vor. In den ersten Szenen Buch erfahren wir, wie Onkel Vernon von unvorsichtigen Zauberern dazu beglückwünscht wird, dass Du-weißt-schon-wer endlich besiegt wäre. Kurz darauf wird Baby-Potter in der Nacht vor die Haustür der Dursleys gelegt. Wie wir wissen (siehe unten) wurde Voldemort erstmalig am 31.10.1981 besiegt. Wir können also davon ausgehen, dass diese Geschehnisse an Halloween oder zumindest am darauffolgenden Tag stattfinden.

Halloween 1991 war ein aufregender Tag für alle Hogwarts-Bewohner, doch für Harry im Speziellen. Nachdem Harry gerade erfahren hat, dass McGonagall ihn für einen würdigen Sucher hält, bekommt er am Frühstückstisch seinen Nimbus 2000 zugestellt. Am gleichen Tag lernten die Schüler des ersten Schuljahres mit Wingardium Leviosa ihren ersten offiziellen Zauberspruch.

Am Abend erlebte Harry erstmals, wie die große Halle für das Halloween-Fest geschmückt wird:

Tausend echte Fledermäuse flatterten an den Wänden und an der Decke, und noch einmal tausend fegten in langen schwarzen Wolken über die Tische und ließen die Kerzen in den Kürbissen flackern. Auf einen Schlag, genau wie beim Bankett zum Schuljahresbeginn, waren die goldenen Platten mit dem Festessen gefüllt.

Die große Feier sollte jedoch ein jähes Ende finden und von betrüblichen Ereignissen unterbrochen werden, die sich ankündigten, als Quirrel in die Große Halle gerannt kam und verkündete: “Troll – im Kerker – dachte, Sie sollten es wissen.” Als Harry und Ron daraufhin bewusst wurde, dass Hermine in Gefahr sein könnte, nahmen sie die Verfolgung auf und stellten sich gemeinsam dem Troll. Dadurch sollte sich das Trio gründen, dass wir dann sieben Jahre lang begleiten durften, denn durch diesen Zwischenfall wurde Hermine Teil von Harrys und Rons Freundschaft.

Halloween und die Kammer des Schreckens

Auf das Halloween-Fest 1992 hatte sich vor allem Hagrid gut vorbereitet. Schon Tage vorher präsentierte er Harry “ein Dutzend der größten Kürbisse, die Harry je gesehen hatte.” Auf die Frage, womit er diese riesigen Kürbisse gedüngt habe, wich Hagrid allerdings aus und gab an, ein wenig nachgeholfen zu haben. Als der rosa Schirm des Halbriesen in Harrys Aufmerksamkeit geriet, wurde dies von ihm als Hinweis gedeutet, dass Hagrid (trotz Schulverweises) seinen Zauberstab aufbewahrt hatte und diesen ab und an zum Einsatz brachte.

Fast Kopfloser Nick © 2001-2011 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.
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In Harrys zweitem Schuljahr feierte außerdem der Fast Kopflose Nick seinen 500. Todestag an Halloween, was darauf schließen lässt, dass Sir Nicholas de Mimsy-Porpington seinen tragischen Tod am 31. Oktober 1492 erlitten hatte. Nick nutzte eine Situation der Dankbarkeit aus, nachdem er Harry half, einer Strafarbeit von Filch zu entgehen, um ihn zu Fragen, ob er, Ron und Hermine am Fest teilnehmen würden. Harry sagte zu. Dieses Versprechen sollte er dann schnell bereuen, als er erfuhr, wie sich die Schule auf Halloween vorbereitete: “…die Große Halle war wie üblich mit lebenden Fledermäusen ausgeschmückt, Hagrids Riesenkürbisse waren zu Laternen ausgeschnitzt worden, in denen drei Schüler auf einmal sitzen konnten, und es liefen Gerüchte um, Dumbledore habe zur Unterhaltung eine Truppe tanzender Skelette gebucht.” 

Auf Nicks Party erwartete die drei Freunde Musik, die klang, als würde jemand mit Fingernägeln über eine Tafel kratzen, hunderte Geister und Tafeln voller verdorbener und Maden durchsetzter Speisen. Außerdem lernte Harry bei dieser Todestagsfeier die Maulende Myrte kennen, die ihm von Hermine als Poltergeist einer der Mädchentoiletten vorgestellt wurde.

Auf dem Rückweg dieser Feier und in der Hoffnung, in der großen Halle noch etwas zu Essen zu bekommen, was Lebendige als genießbar bezeichnen würden, hörte Harry erneut die Stimmen aus der Wand, die er jedoch noch in seinem Kopf verortete. Davon aufgeschreckt rannte Harry durch die Gänge im zweiten Stock, um dort die Nachricht: “DIE KAMMER DES SCHRECKENS WURDE GEÖFFNET. FEINDE DES ERBEN, NEHMT EUCH IN ACHT” und Filchs versteinerte Katze zu entdecken. Die Kammer des Schreckens wurde zum ersten Mal seit Jahrzehnten an diesem Halloween-Tag wieder geöffnet.

Halloween und der Gefangene von Askaban

An Halloween 1993 bekam Harrys Klassenstufe zum ersten Mal die Möglichkeit, das Zaubererdorf Hogsmead zu besuchen. Da Harry niemals die Erlaubnis der Dursleys bekommen hatte, zog er alleine am Halloween-Tag durch die Flure von Hogwarts und traf dabei auf Professor Remus Lupin. Mit ihm führte er ein bedeutungsvolles Gespräch über seine Ängste vor Dementoren.

Hermine und Ron kamen aus Hogsmead zurück und beschenkten Harry mit Süßigkeiten aus dem Honigtopf während sie ihm vom Ausflug berichteten. Daraufhin besuchten sie das Halloween-Fest, nur um auf dem Rückweg auch in diesem Jahr eine schreckliche Entdeckung zu machen. Offenbar war das Gemälde der Fetten Dame, die den Gemeinschaftsraum der Gryffindors bewachte, zerstört worden. Im Moment in dem die Lehrer der Schule diesen Vorfall bewerten wollten, fand sich mit dem Poltergeist Peeves ein Zeuge, der angab, diese Tat sei von Sirius Black verursacht worden. Halloween in Harrys drittem Jahr sollte also zu dem Halloween werden, in dem Black in Hogwarts einbrach.

Halloween und der Feuerkelch

“Morgen Nacht, an Halloween, wird der Kelch die Namen jener drei preisgeben, die nach seinem Urteil die würdigsten Vertreter ihrer Schulen sind.” sagte Dumbledore am Vorabend des Festtages. Wie wir alle wissen wird an Halloween 1994 der Feuerkelch vier Teilnehmer für das Trimagische Turnier bekanntgeben. Unter diesen: Harry Potter.

Der Halloween-Tag wurde von Schülern bestimmt, die ihre Namen in den Kelch warfen, von einem Besuch bei Hagrid, von Hermine, die für B.ELFE.R warb und von der Vorfreude auf das Abendessen. Das Essen selbst gestaltete sich ähnlich wie in den Jahren davor, nur erfuhren wir diesmal von der Leidenschaft Hagrids für Madame Maxime, der Schulleiterin der Beauxbatons. Am Ende des Essens gab der Feuerkelch dann die vier Teilnehmer bekannt.

Halloween und der Orden des Phönix

Untypisch für die bisherigen Harry-Potter-Romane, wird im fünften Roman das Halloween-Fest nicht erwähnt. Jedoch wird in diesem Band die Figur der Dolores Umbridge eingeführt und zu dieser hat J. K. Rowling an Halloween 2014 Gedanken und Hintergrundinformationen zur früheren Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste und kommissarischen Schulleiterin in Dumbledores Abwesenheit veröffentlicht. Wir erfuhren dabei beispielsweise, dass Umbridge unglücklich verheiratete Eltern hatte, ihre Mutter Muggel war und sie direkt nach der Schule im Zaubereiministerium ein Praktikum begann.

Dolores Umbridge © 2001-2011 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.
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Dank ihrer Durchsetzungskraft und Rücksichtslosigkeit bekam sie immer höhere Positionen im Management der Abteilung für magische Strafverfolgung. Auf dem Weg dorthin verleugnete sie immer wieder die Verbindung zu ihrem eigenen Vater der selbst (wenn auch erfolglos) ein Mitarbeiter im Zaubereiministerium war. Dieser Weg führte sie irgendwann zum Sondereinsatz in Hogwarts, von dem wir im fünften Band berichtet bekamen.

Halloween und die Heiligtümer des Todes

In den letzten beiden Bänden der Potter-Reihe lassen sich, aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse keine Informationen zum Halloween-Fest finden. Man kann davon ausgehen, dass es keine dedizierte Feier gab, da der komplette Schulalltag gestört bzw. ausgesetzt war. Doch was wir in Band VII erfahren, ist, was Halloween 1981 passiert ist.

Um seinen prophezeiten Gegenspieler schon in jüngsten Jahren zu beseitigen, sucht Voldemort die Konfrontation zwischen Harry und ihm selbst. Er ermordet erst den unbewaffneten James Potter um sich dann Lily Potter zuzuwenden. Diese stellt sich schützend vor ihren Sohn und muss daher sterben. Der folgende Todesfluch gilt Harry, prallt jedoch an ihm ab und beschert ihm die berühmte Narbe. Dadurch wird unbeabsichtigt eine Art Horkrux gebildet. Die Situation führte dazu, dass Voldemort seinen irdischen Körper verlieren sollte und man ihn für besiegt hielt. Daher gab es noch am selben Tag Befreieungsfeierlichkeiten, von denen sogar die Muggel etwas mitbekamen. Es sollte ein legendärer Tag in zweierlei Hinsicht werden: Zum einen verliert Harry seine Eltern und die komplette Geschichte des Boy Who Lived sollte beginnen, auf der anderen Seite sollte Voldemort nach langer Schreckensherrschaft endlich (wenn auch vorübergehend) besiegt werden. Und hier sind wir wieder im ersten Kapitel von Harry Potter und der Stein der Weisen gelandet – der Kreis schließt sich.

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Ihr seht also, Halloween war ein bedeutungsschwerer Tag im Leben der Hogwartsschüler und aller Magier, der viele Geheimnisse lüftete und einiges verändern sollte. 

Nun wünschen wir euch ein wundervolles Fest der Geister.

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Geister

Der folgende Artikel erschien im Original 2015 auf Pottermore von J.K. Rowling. Um euch die Wizarding World etwas näher zu bringen, haben wir den Artikel für euch übersetzt.

In der Welt von Harry Potter ist ein Geist der transparente, dreidimensionale Abdruck einer verstorbenen Hexe oder eines Zauberers, der in der sterblichen Welt weiter existiert. Muggel können nicht als Geister zurückkehren, und die weisesten Hexen und Zauberer entschieden sich dagegen. Es sind diejenigen mit unerledigten Geschäften, sei es in Form von Angst, Schuld, Bedauern oder offene Bindung an die materielle Welt, die sich weigern, in die nächste Dimension zu gehen.

Nachdem sie sich für das schwache Abbild ihres sterblichen Lebens entschieden haben, sind die Geister in ihrem Erfahrungsspektrum begrenzt. Ihnen bleibt kein körperliches Vergnügen und ihr Wissen und ihre Sichtweise bleiben auf dem Niveau, das sie im Laufe des Lebens erreicht haben, so dass alte Ressentiments (z.B. ein unvollständig abgetrennter Hals) auch nach mehreren Jahrhunderten den Verstorbenen noch immer wurmen können. Aus diesem Grund sind Geister im Allgemeinen eher eine schlechte Gesellschaft. Besonders enttäuschend sind sie bei dem einen Thema, das die meisten Menschen fasziniert: Geister können keine sehr vernünftige Antwort darauf geben, wie es ist zu sterben, weil sie sich stattdessen für eine verringerte Lebensform entschieden haben.

Geister können feste Gegenstände passieren, ohne sich selbst oder das Material zu schädigen, aber sie verursachen Störungen in Wasser, Feuer und Luft. Die Temperatur sinkt in unmittelbare Nähe eines Geistes, ein Effekt, der sich verstärkt, wenn sich viele an einem Ort versammeln. Ihre Anwesenheit lässt außerdem Flammen blau erscheinen. Sollte ein Geist ganz oder teilweise durch ein Lebewesen hindurchgehen, erlebt dieses ein eiskaltes Gefühl, als wäre es in eiskaltes Wasser gestürzt worden.

Hexen und Zauberer sind viel anfälliger für das, was Muggel paranormale Aktivität nennen, und können Geister deutlich sehen (und hören), wo ein Muggel nur das Gefühl haben könnte, dass ein gespenstischer Ort kalt oder „gruselig“ ist. Muggel, die darauf bestehen, Geister glasklar wahrnehmen zu können, sind entweder a) Lügner oder b) Zauberer, die angeben – was eine schamlose Verletzung des Internationalen Geheimhaltungsabkommens darstellt.

Gilderoy Lockhart - Charmantestes Lächeln - © 2018 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.

Gilderoy Lockhart: 5-facher Preisträger des Charmantesten Lächelns

Man kann von Gilderoy Lockhart halten, was man will. Doch, auch wenn er als Blender, Betrüger und Bluffer (“Drei mal schnell, George!”) in die Annalen der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei eingegangen ist, gibt es Punkte, in denen der Bestsellerautor und Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste als Held bezeichnet, beneidet oder bedauert werden kann. Hier sind fünf Gründe, warum Gilderoy Lockhart zurecht fünffacher Preisträger der Auszeichnung für das Charmanteste Lächeln der Hexenwoche geworden ist.

1. Freud hätte seine Freude

Gilderoy Lockhart
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Lockhart ist Sohn eines Muggels und einer Hexe. Neben ihnen gehörten zwei ältere Schwestern dem Haushalt an, in dem er aufwuchs. Da Lockhart der einzige Spross der Familie war, der die magischen Kräfte der Mutter geerbt hat, ergab sich eine Familiensituation, die Sigmund Freud sicher interessiert hätte. Der kleine Gilderoy war für die Mutter die Nummer Eins des Stammbaumes und bekam den größten Anteil an Liebe und Zuneigung. Wie auch Freud beschreibt, bildet sich in dieser frühkindlichen Phase ein starker Teil des späteren Bewusstseins aus.

So ist beinahe logisch, dass aus dem intelligenten kleinen Jungen ein Mann werden musste, der sich nach Anerkennung sehnt und sich für seine Heldentaten feiern lässt. Sich mit fremden Feder zu schmücken ist sicherlich nicht die eleganteste Art und Weise, für Lockhart aber, in seiner eigenen Auffassung, fast ein logischer Schluss.

Dabei das eigene Lächeln zu bewahren und nicht auch ohne Obliviate-Zauber schon frühzeitig durchzuknallen, hat sicherlich einen Preis verdient.

2. Mehr Klug als Hinterlistig – meint zumindest der Hut

Hogwarts Sprechender Hut
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Ob der Sprechende Hut immer ein guter Berater ist, ist sicherlich umstritten. Wer hätte bei Neville Longbottoms gedacht, dass seine Zuordnung in ein Haus Gryffindor, das für Mut steht, die besser Entscheidung ist, als ihn zum Hufflepuff zu machen und damit seinen Hang zur Loyalität und Pflanzenliebe zu stärken. Oder könnte man sich eine Hermine Granger nicht auch gut in Ravenclaw vorstellen, wo Intellekt gefordert ist? 

Nun ja, auch bei Gilderoy Lockhart war sich der Hut nicht sofort einig und hat zwischen Slytherin und Ravenclaw geschwankt. Lockhart kam schließlich ins Haus, das für Intelligenz, Scharfsinnigkeit und Klugheit steht. Dass er ein guter Schüler war, bestätigt diese Entscheidung, obwohl er ein noch besserer hätte sein können, wäre ihm nicht in den ersten Jahren auf Hogwarts bewusst geworden, dass er nicht der leuchtende Stern ist, für den er sich hält, sondern einer von vielen klugen Schülern.

Dass sich der Hut jedoch für Ravenclaw entschied und nicht für Slytherin, dessen Hauswerte Findigkeit, Gerissenheit, Ehrgeiz und Selbsterhaltungstrieb sind, spricht für die Qualitäten, die der Hut in ihm sah. Eine gute Hutentscheidung bringt sicherlich ein charmantes Lächeln mit sich. Fünfzig Punkte für Ravenclaw!

3. Vom Musterschüler zum Bestsellerautoren

Gilderoy Lockhart Magical Me
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Mal davon abgesehen, wie Gilderoy Lockhart an die Geschichten für Werke wie Tanz mit einer Todesfee, Gammeln mit Ghulen, Ferien mit Vetteln oder Trips mit Trollen, gekommen ist, den Erfolg kann man seinen Werken nicht absprechen. Viele Geschichten der Weltliteratur haben ein reales Vorbild und lassen Realität und Fiktion verschwimmen, auch in der Muggelliteratur. Auch andere Autoren von Bestsellern gelten als nicht sonderlich angenehme Zeitgenossen. Vielleicht braucht Kreativität sogar etwas Wahnsinn im Hirn um ein Meisterwerk abzuliefern.

Dass Lockharts Bücher also Bestseller geworden sind, sollte auch uns ein charmantes Lächeln abringen.

4. Vom Autoren zum Lehrer

Hermine in Lockharts Unterricht - © 2018 Warner Bros. Ent.  All Rights Reserved.  Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling  WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.
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Die Beweggründe Dumbledores, Gilderoy Lockhart als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste zu engagieren und ihn somit zum Nachfolger von Quirin Quirrel und zum Vorgänger von Remus Lupin zu machen, mögen umstritten sein. Dass Hogwarts mit der Besetzung dieser häufig vakanten Stelle Probleme hat, mag offenkundig sein. Ob Dumbledore tatsächlich seine Schüler als Lockvögel nutzen wollte um einen Betrüger zu entlarven, sollte uns zumindest zu denken geben. Was in dieser Situation jedoch Lockhart zugute gehalten werden sollte, ist, dass er die Stelle angetreten ist, obwohl er sich seines Könnens offenbar bewusst ist.

Es gehört schon Mut dazu, eine Klasse unterrichten zu wollen, obwohl man nicht einmal mit Wichteln klar kommt. Dass die nur der Selbstdarstellung dient, oder gar fahrlässig ist, sei dahingestellt. Mut jedoch, ringt uns ein charmantes Lächeln ab.

5. Sein Zauberstab spricht für ihn

Gilderoy Lockharts Zauberstab
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Gilderoy Lockharts Zauberstab besteht aus Kirschholz, mit Drachenherzfaser-Kern und ist neun Zoll lang. Kirschholz ist kein häufiges Zauberstabholz, jedoch in Japan sehr hoch angesehen. Ein Zauberer mit Kirschholzstab gilt als geschickt und mächtig, was auch daran liegen dürfte, dass dem Holz eine besondere (tödliche) Macht zugesprochen wird. Auch Drachenherzfaser ist eines der Materialien, die für Stärke sprechen. Alles in allem hat Gilderoy Lockhart also eine mächtige Kombination im Zauberstabholster.

Tragisch, dass die Kombination eigentlich für einen Magier mit einem starken Geist sprechen, wo wir doch alle das Schicksal dieses Zauberers kennen. Dennoch ist uns das ein charmantes Lächeln wert.

Man sieht also, auch wenn es einen etwas verrückten und doch zielstrebigen und mächtigen Kern hinter der charmanten Schale gibt, auf die so viele Hexen hereingefallen sind, stand das charmante Lächel Gilderoy Lockhart immer gut zu Gesicht.